Im Herbst 2021 fuhr die Kleinpartei MFG (Menschen – Freiheit – Grundrechte) einen Erfolg bei der Landtagswahl in OÖ ein: Die Corona-Impfkritiker kamen auf sechs Prozent und errangen drei Mandate. Wir haben Parteichef Joachim Aigner zum Interview gebeten.
"Heute": Hätten Sie sich vor 20 Jahren gedacht, einmal im Landtag zu sitzen?
Joachim Aigner: Nein, überhaupt nicht. Politik war nie mein persönlicher Karriereplan. 2021 war für mich aber ein Punkt erreicht, an dem ich gemerkt habe: Nur zuzuschauen und sich über Entwicklungen zu ärgern, reicht nicht. Wenn man überzeugt ist, dass sich etwas ändern muss, muss man irgendwann auch bereit sein, selbst Verantwortung zu übernehmen. Deshalb habe ich mich entschieden, mich politisch einzubringen.
"Heute": Wo sehen Sie sich in zwei Jahrzehnten? Immer noch in der Politik?
Joachim Aigner: Eher nicht. Politik sollte aus meiner Sicht kein Beruf fürs Leben sein. Mir ist wichtig, meine wirtschaftliche und finanzielle Unabhängigkeit von der Politik zu bewahren und auch nach einigen Jahren in der Politik den Bezug zum normalen Berufsleben nicht zu verlieren.