Eine Welle von Bombendrohungen hält am Donnerstagvormittag den europäischen Flugverkehr in Atem. Gleich mehrere Passagiermaschinen waren betroffen, einige mussten ihre geplante Route verlassen und auf anderen Flughäfen landen. Auch Österreich geriet dabei in den Mittelpunkt der Ereignisse.
Besonders betroffen war ein Airbus A321 der ungarischen Fluggesellschaft Wizz Air. Die Maschine war von Mailand-Malpensa nach Warschau unterwegs, als eine Bombendrohung für eine ungeplante Landung in Wien sorgte.
Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Bereits zuvor hatten Flugzeuge wegen Bombendrohungen in Budapest und Warschau außerplanmäßig landen müssen.
Auch eine Verbindung zwischen Helsinki und Wien war von einer Drohung betroffen. Wie die finnische Fluggesellschaft Finnair mitteilte, wurde der betreffende Flug von Jettime durchgeführt. Die Maschine konnte dennoch wie vorgesehen in Wien landen – das berichtet der "KURIER".
Ein weiterer Zwischenfall ereignete sich auf einer Verbindung von Helsinki nach Rom. Auch gegen diesen Finnair-Flug ging eine Bombendrohung ein.
Daraufhin wurde das Passagierflugzeug von der italienischen Luftwaffe begleitet. Die Maschine erreichte schließlich sicher den Flughafen Rom-Fiumicino.
Auch in Bulgarien führten Bombendrohungen zu außerplanmäßigen Landungen. Insgesamt mussten dort drei Passagiermaschinen ihre Flüge unterbrechen.
Zwei Flugzeuge, die aus Kopenhagen beziehungsweise Madrid kamen, landeten in der Hauptstadt Sofia. Eine dritte Maschine war in London gestartet und musste stattdessen in Plovdiv niedergehen.
Auch Frankreich blieb von der Serie an Drohungen nicht verschont. Ein Linienflug von Dublin nach Rom wurde auf den Militärflughafen Evreux umgeleitet, rund 100 Kilometer nordwestlich von Paris.
Nach Angaben aus dem Büro des französischen Verteidigungsministers Sébastien Lecornu handelte es sich um einen Airbus A320 der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus.
An Bord befanden sich 151 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Alle 157 Menschen wurden nach der Landung in Sicherheit gebracht.
Ob zwischen den zahlreichen Bombendrohungen ein Zusammenhang besteht, ging aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.