Ein Hausbesitzer alarmierte am Samstag gegen 19.15 Uhr die Polizei, nachdem er über die Videoüberwachung seines Wohnhauses in St. Margarethen bei Knittelfeld am Mobiltelefon zwei verdächtige Personen auf seiner Terrasse bemerkt hatte. Mehrere Polizeistreifen trafen wenige Minuten später ein. Eine Durchsuchung des Hauses mit Unterstützung von Polizeidiensthunden verlief negativ.
Einbruchsspuren konnten nicht festgestellt werden. Die beiden dunkel gekleideten Personen dürften durch die Alarmanlage von ihrem Vorhaben abgehalten worden und geflüchtet sein. Aufgrund der vorliegenden Personenbeschreibungen leitete die Polizei umgehend eine Alarmfahndung mit zahlreichen Polizeikräften ein.
Nur wenige Minuten später wurde noch während des laufenden Einsatzes ein weiterer möglicher Einbruch im rund fünf Kilometer entfernten Landschach bei Knittelfeld angezeigt. Ein Mann hatte beim Wohnhaus seiner Schwester Nachschau gehalten und dabei einen Einbruch vermutet. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich die Täter noch im Gebäude befanden, sicherten mehrere Polizeistreifen das Wohnhaus von außen.
Einsatzkräfte der SIG (Schnellen Interventionsgruppe) und eine Polizeidiensthundestreife durchsuchten anschließend das Gebäude. Dabei konnten keine Personen angetroffen werden. Auch die Fahndung im Nahbereich unter Beteiligung eines Polizeihubschraubers verlief bislang ohne Erfolg.
Spurensicherungen und die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass zumindest zwei unbekannte Täter in das Einfamilienhaus gelangt waren und sämtliche Räumlichkeiten nach Wertgegenständen durchsucht hatten. Offenbar wurden sie bei ihrem Vorhaben gestört und ergriffen die Flucht. Dabei dürften sie über ein Fenster im Obergeschoss auf ein Zwischendach und anschließend über das Garagen- bzw. Gartenhüttendach geflüchtet sein.
Nach ersten Erkenntnissen erbeuteten sie vermutlich einen geringen Bargeldbetrag. Die weiteren Ermittlungen laufen. Ob zwischen den beiden Vorfällen tatsächlich ein Zusammenhang besteht, ist ebenso Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Erst kürzlich warnte die Polizei vor professionell agierenden Einbrechergruppen, die ihre Vorgehensweisen zunehmend flexibel anpassen und insbesondere auch tagsüber einbrechen. Umso wichtiger ist die Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Verdächtige Wahrnehmungen zu Personen oder Fahrzeugen sollten umgehend über den Polizeinotruf 133 gemeldet werden.
Dabei können insbesondere Personenbeschreibungen, Fahrzeugkennzeichen und andere auffällige Beobachtungen wertvolle Hinweise liefern. Die Polizei appelliert, verdächtige Personen keinesfalls selbst zu verfolgen oder zur Rede zu stellen. Auch bei kurzer Abwesenheit sollten Wohnhäuser und Wohnungen konsequent versperrt werden.