Ein Wanderausflug auf den Hochschwab in der Steiermark endete für einen 28-jährigen Wiener am Samstag (24. Oktober) mit einem Großeinsatz der Bergrettung. Der Mann war beim Aufstieg zum Gipfel an seine körperlichen Grenzen gestoßen und konnte weder weitergehen noch aus eigener Kraft ins Tal zurückkehren.
Gegen 13.50 Uhr war der Wiener vom Gasthaus Bodenbauer über die anspruchsvolle Route "G'hackte" in Richtung Hochschwabgipfel unterwegs. Im Bereich des G'hacktkogels auf rund 2.014 Metern Seehöhe ging schließlich nichts mehr. Der 28-Jährige war derart erschöpft, dass er dringend Hilfe benötigte.
Die Bergrettung Thörl rückte aus und stieg zu dem erschöpften Wanderer auf. Eine Rettung mit dem Polizeihubschrauber war aufgrund des starken Windes nicht möglich. Die Bergretter mussten den Mann daher zu Fuß in Sicherheit bringen.
Gemeinsam mit den Einsatzkräften schaffte es der Wiener schließlich bis zu einer Schutzhütte. Dort soll er die Nacht verbringen, bevor er am Sonntag gemeinsam mit den Bergrettern ins Tal absteigt. Der 28-Jährige blieb unverletzt. Auch die Alpinpolizei Hochsteiermark stand im Einsatz.
Nach dem Vorfall erinnert die Alpinpolizei daran, dass Bergtouren gerade im Herbst nicht unterschätzt werden dürfen. Kürzere Tage, wechselhaftes Wetter und schwierige Bedingungen im Hochgebirge können selbst erfahrene Wanderer vor Probleme stellen.
Entscheidend seien eine sorgfältige Tourenplanung, ausreichend Zeitreserven und die richtige Ausrüstung. Warme Kleidung und eine Stirnlampe sollten bei Wanderungen im Herbst nicht fehlen.
Wer merkt, dass die Kräfte schwinden oder das Wetter umschlägt, sollte rechtzeitig umkehren. Im Ernstfall ist die Bergrettung unter dem Alpinnotruf 140 oder dem Euronotruf 112 erreichbar.