Riskante Situation für zwei Wiener Studierende: Seit zwei Jahren kämpfen Anna (21) und Leo (22) (Namen geändert, Anm.) mit Schimmel in ihrer Meidlinger Wohnung. Immer wieder versuchten die beiden, gegen den Befall vorzugehen – bislang erfolglos.
Verzweifelt sucht das Paar nun eine neue Bleibe, doch Wohnungsknappheit und hohe Kosten stellen die beiden immer wieder vor große Herausforderungen.
Besonders schlimm: In ihrer derzeitigen Wohnung sind Flächen am Flur mit den schwarzen Flecken übersät. Gleich mehrere Stellen sind von den gefährlichen Sporen befallen. "Wir haben bereits den Vermieter kontaktiert, doch er hat sich die Situation bisher nur angeschaut", berichtet Anna. Konkrete Schritte seien derweil noch keine gesetzt wordenWenn es wärmer wird, wolle man einen Versuch starten, gegen den Schimmel vorzugehen.
Im Winter sei das Problem besonders schlimm: Die Wände seien zu dieser Jahreszeit deutlich feuchter als im Sommer – perfekte Bedingungen für Schimmelpilze. An den betroffenen Stellen haben die Studierenden kleine Luftentfeuchter angebracht, um die Wände zu trocknen, doch nichts scheint zu helfen.
"Wir müssen hier mit unserer Gesundheit bezahlen", ärgert sich die 21-Jährige. Immer wieder versuchten die zwei den Schimmel zu beseitigen, "aber das ändert ja auch nichts an der Ursache", weiß sie.
Die Suche nach einer neuen Wohnung verläuft nur schleppend – und das, obwohl das Pärchen schon seit Jahren unbedingt ausziehen möchte. "Es ist sehr, sehr anstrengend", verrät Anna im "Heute"-Talk.
Viele Wohnungen würden bereits im Vorfeld wegfallen, oft antworteten potenzielle Vermieter gar nicht erst auf Anfragen – für die Wirtschaftsstudentin und ihren Freund ist das extrem frustrierend. "Pro Woche haben wir etwa drei Besichtigungen", erzählt sie. Passende Zwei-Zimmer-Wohnungen haben die beiden bislang jedoch noch keine gefunden.
Mit einem Budget von 500 Euro pro Person (inklusive Betriebskosten) fallen zahlreiche Wohnungen aus dem Rahmen. "Auch WG-Zimmer liegen mittlerweile oft weit darüber", schildert die 21-Jährige.
Auch die ÖH weiß um die schwierige Situation für Studierende bei der Wohnungssuche. Sieben von zehn Studierenden gehen neben der Uni arbeiten, so auch Anna und Leo. Neben Studium und Teilzeitjob bleibt dann kaum Zeit für die Wohnungssuche.
Wenn dann etwas Passendes gefunden wurde, sind die Kosten eine riesige Hürde. Ein Viertel des Einkommens von Studierenden geht fürs Wohnen drauf. Im Durchschnitt geben Studenten 586 Euro pro Monat fürs Wohnen aus.