Carlos Alcaraz und Daniil Medwedew lieferten sich im Halbfinale der Erste Bank Open ein packendes, wenn auch nicht immer hochklassiges Spiel – mit dem besseren Ende für den spanischen Tennis-Superstar.
Der 23-Jährige besiegte seinen russischen Konkurrenten in zwei Sätzen mit 6:4 und 7:6. Im entscheidenden Tiebreak zeigte Alcaraz sein bestes Tennis, gewann mit 7:2, zog ins Endspiel ein – und sorgte dafür, dass die Tennisfans in Wien am Sonntag tatsächlich ihr Traumfinale bekommen könnten.
Das könnte zur Realität werden, sollte die neue Nummer eins der Tennis-Welt, Alexander Zverev, im zweiten Halbfinal-Spiel sich gegen den Australier Alex de Minaur durchsetzen.
Besonders beachtlich: Alcaraz gab auf dem Weg ins Wien-Finale keinen einzigen Satz ab. Der Spanier fertigte Karen Khachanov, Nikolos Basilashvili, Tommy Paul und jetzt auch Medwedew jeweils in zwei Sätzen ab.
Alcaraz erwischte den besseren Start und nahm Medvedev im vierten Game erstmals den Aufschlag zum 3:1 ab. Der Russe ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und schaffte umgehend das Rebreak.
Beim Stand von 5:4 schlug der Spanier erneut zu. Ausgerechnet als Medwedew gegen den Satzverlust servierte, gelang Alcaraz das entscheidende Break zum Gewinn des ersten Durchgangs.
Auch im zweiten Satz lieferten sich die beiden ein enges Duell. Zunächst brachten beide Stars ihre Aufschlagspiele durch, Alcaraz musste beim Stand von 2:2 allerdings einen Breakball abwehren.
Wenig später nutzte der Spanier einen missglückten Volley seines Gegners und ging mit einem Break 4:2 in Führung. Doch wie schon im ersten Satz fand Medwedew sofort eine Antwort und holte sich das Rebreak zu Null.
Danach ließen beide Spieler bei eigenem Aufschlag nichts mehr anbrennen. Im Tie-Break entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch mit mehreren verlorenen Aufschlagpunkten. Alcaraz behielt schließlich die Oberhand, holte fünf Punkte in Folge und entschied auch sein viertes Tie-Break beim Turnier in Wien für sich.