Alfons Haider trägt noch immer schwer am Verlust seiner Mutter Anna, die 2023 verstorben ist. In seinem neuen Buch "Meine Mama, die Löwin" lässt der Mörbisch-Intendant die gemeinsame Zeit Revue passieren und gewährt sehr persönliche Einblicke in ihr enges Verhältnis.
Auch im ORF sprach der Schauspieler offen über prägende Momente – vor allem darüber, wie sehr ihn seine Mutter stets beschützt hat.
"Wie ich dann das öffentliche Outing gemacht habe und die ersten großen Attacken gekommen sind", erinnert sich der offen homosexuelle Bühnenstar, "da war sie wieder die Löwin." Eine Frau, die kompromisslos hinter ihrem Sohn stand, besonders dann, wenn es unangenehm wurde.
Ein Erlebnis hat sich dabei besonders eingebrannt: In einem Wiener Eissalon wurde Haider Opfer einer homophoben Attacke. "Wir waren in einer Schlange, hinter uns stand ein typisches Deix-Ehepaar, so richtige Wiener…", schildert er im ORF die Szene.
"Wir müssen das Eis schnell essen, wegen dem Woamen da, sonst wird’s zerrinnen", mischte sich der Fremde in Haiders Leben ein und beleidigte ihn für alle hörbar.
Was folgte, war eine klare Ansage von Haiders Mutter, denn sie ließ das nicht so stehen. "Die hat den in den Boden gestampft", erzählt Haider. "Das war unfassbar. Meine Mutter war Pazifistin, aber da war sie wirklich wieder Löwin."