Für Konrad Laimer geht es am Sonntag gegen Algerien (ab 4 Uhr) nicht nur um den Aufstieg ins WM-Sechzehntelfinale – sondern auch um ein ganz besonderes Familienduell. Der Bayern-Star trifft mit Österreich ausgerechnet auf Algerien, das Heimatland seines Schwiegerpapas.
Der Vater seiner Ehefrau Ines-Sarah, Mustapha Mesloub, wurde in Algerien geboren und arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Integrationsmanager bei Red Bull Salzburg. Trotzdem hofft Laimer auf klare Verhältnisse in der Familie. "Der Schwiegerpapa ist auch für Österreich, hoffe ich mal", lacht der ÖFB-Star, der kurz vor einer Vertragsverlängerung bei den Bayern steht.
Auch bei seiner Frau erwartet der Österreicher für das Spiel keine geteilten Gefühle. "Sie will genauso wie ich gewinnen", stellte der Mittelfeldmotor klar. Klar ist für Laimer auch, dass das Spiel alles andere als ein Selbstläufer wird.
"Es wird ein schwieriges Spiel", warnte der 29-Jährige vor den Nordafrikanern. Algerien verfüge über "sehr viel individuelle Qualität" und liege in der FIFA-Weltrangliste nur vier Plätze hinter Österreich auf Rang 28.
Trotz der klaren Ausgangslage – ein Remis reicht dem ÖFB-Team sicher zum Aufstieg, verlieren ist verboten – denkt Laimer nicht an Rechenspiele. "Wir konzentrieren uns auf uns. Wir gehen raus, wollen das Spiel gewinnen und die Gruppenphase überstehen. Dann spielt es keine Rolle, gegen wen wir danach spielen."
Der Glaube an ein langes WM-Abenteuer ist jedenfalls vorhanden. "Wenn wir unsere Sachen auf den Platz bringen, können wir gegen jeden Gegner gewinnen." Schon gegen Jordanien (3:1) und Weltmeister Argentinien (0:2) habe Österreich gezeigt, dass es auf höchstem Niveau mithalten könne – jetzt soll gegen Algerien der Aufstieg fixiert werden.