Seit Montag ist Xabi Alonso als Trainer von Real Madrid Geschichte, der Verein gab die einvernehmliche Trennung bekannt. Sein Nachfolger: Alvaro Arbeloa. Was diese Personalie besonders macht? Arbeloa kennt nicht nur den Verein in- und auswendig, sondern hat mit Alonso eine tiefe gemeinsame Vergangenheit – auf wie neben dem Platz.
"Seit unserer Zeit in Liverpool und später in Madrid sind wir unzertrennlich. Denn Alvaro bietet dir seine bedingungslose Freundschaft", erklärte Alonso einst in einem offenen Brief in der "Marca". In diesem sprach er auch über die Qualitäten seines langjährigen Freundes. "Es war ihm nie wichtig, was andere sagen. Er ist immer seinen Überzeugungen treu geblieben. Er hat nie gezögert, für das einzustehen, woran er glaubt, und deshalb bewundere ich ihn so sehr."
Arbeloa und Alonso sind enge Freunde, seit mehr als 15 Jahren. Ihre gemeinsame Reise begann im Januar 2007, als Arbeloa zum FC Liverpool wechselte – dort traf er auf Alonso. Während ihrer Zeit in England wurden die beiden Spanier nicht nur Teamkollegen, sondern echte Freunde: Arbeloa als rechter Verteidiger, Alonso als Mittelfeldstratege.
2009 zog Arbeloa weiter zu Real Madrid – eine Rückkehr an den Ort, an dem er schon als Jugendlicher spielte und sein erstes Profispiel gemacht hatte. Acht Tage später folgte ihm Alonso in die spanische Hauptstadt. Gemeinsam gewannen sie fast alles, was es zu gewinnen gibt – bei Real und auch mit der spanischen Nationalmannschaft. Die Bilanz spricht für sich: 262 Pflichtspiele miteinander, darunter der legendäre 4:0‑Sieg im EM‑Finale 2012.
Nach dem Karriereende blieben beide Real verbunden: Ab 2018 kehrten sie in verschiedenen Rollen zurück. Alonso übernahm die Castilla, Arbeloa arbeitete als Repräsentant und Trainer im Jugendbereich – von der U14 über die U16 bis zur U19, mit der er 2023 das nationale Double gewann. Letzten Sommer stieg er schließlich zum Trainer der Zweitvertretung Castilla auf.