Der Konflikt zwischen Collien Fernandes und Christian Ulmen spitzt sich weiter zu. Am Freitagabend ließ Ulmens Anwalt mit einem Schreiben aufhorchen. Darin weist er Vorwürfe zurück und betont, sein Mandant habe weder Deepfakes erstellt noch verbreitet. Auch zu einem Vorfall auf Mallorca im Jahr 2023 nimmt die Gegenseite Stellung.
In dem Schreiben heißt es: "Es kam zu keinerlei einseitigen Gewalthandlungen und/oder Bedrohungen unseres Mandanten." Gleichzeitig wird angeführt, dass beide Beteiligten damals vorübergehend von der Polizei festgenommen worden seien. Auch Fernandes soll demnach wegen körperlicher Gewalt angezeigt worden sein.
Die Moderatorin reagierte darauf umgehend und zeigte sich empört. "Oh mein Gott! Ich glaube es nicht! Er hatte einen kleinen Kratzer am Hals (weil mir ein Nagel eingerissen war) und hat selbst der Polizei gegenüber geäußert, dass ich ihm keinerlei Gewalt angetan habe. Und nun wird von einer Verletzung am Hals geschrieben, während ich am ganzen Körper blaue Flecken hatte, dies ist nachweislich dokumentiert. Wahnsinn!!"
Auch zum Ablauf nach dem Vorfall äußert sie sich: "Am Folgetag wurde eine Verhandlung vor Gericht angesetzt, ich wurde gefragt, ob ich ihn anzeigen möchte. Umgekehrt stand es nie zur Debatte! Ich habe die Anzeige fallen lassen beziehungsweise gesagt, dass ich nichts weiter verfolgen möchte."
Besonders schwer wiegen für Fernandes andere Vorwürfe. Gegenüber der BILD stellt sie klar: "Er hat pornografische Videos und erotische Fotos verschickt. Dabei war ihm wichtig, dass alles glaubwürdig wirkt und dass das erotische Material privat anmutet, so als habe ich mich heimlich beim Sex gefilmt, selbst nackt aufgenommen. Welche Technik dabei verwendet wurde, muss vor Gericht geklärt werden."
Für sie spielt es dabei keine Rolle, wie die Inhalte entstanden sind. "Wenn er als 'Collien Ulmen-Fernandes' ein Foto eines nackten Schritts verschickt oder nackte Brüste, dann ist es doch völlig egal, ob diese von einer KI generiert wurden oder von einer anderen Frau, einer Pornodarstellerin stammen. Er hat das unter meinem Namen getan und dabei mein Bildnis verwendet", sagt sie gegenüber der deutschen Boulevardzeitung.
Und weiter: "Wenn du aber Mails verschickst mit 'Hallo Herr Produzent XY, mein Name ist Collien Ulmen Fernandes und hier sind meine nackten Brüste', dann macht das im Ergebnis keinen Unterschied, ob diese von einer Pornodarstellerin sind oder KI-generiert wurden."
Die jüngsten Entwicklungen sieht sie jedenfalls äußerst kritisch: "Das ist eine Nebelkerze! So armselig!" Für sie sei das Anwaltsschreiben ein Ablenkungsmanöver. "Ein Nebenschauplatz, den die Gegenseite nun aufzublasen versucht. Und das finde ich unfassbar armselig", stellt sie unmissverständlich klar.
Die Situation belastet sie stark: "Der Albtraum hört nicht auf!" Für Fernandes ist klar, worum es im Kern geht: "Herr Ulmen, haben Sie im Namen Ihrer Frau in den letzten zehn Jahren zahlreiche Fake-Profile erstellt und darüber pornographisches Material verbreitet?" Das sei die entscheidende Frage.
Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.