In Peru ist erneut ein Lokalpolitiker Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Bürgermeister Victor Febre wurde auf dem Weg zur Arbeit von bewaffneten Angreifern erschossen.
Der 44-Jährige wurde am Donnerstag in der nordperuanischen Region Piura attackiert, wie die Behörden mitteilten. Laut Staatsanwaltschaft näherten sich die Täter auf einem Motorrad und feuerten zahlreiche Schüsse auf den Politiker ab. Danach flüchteten die mit Helmen vermummten Angreifer.
Die Ermittler haben inzwischen eine Morduntersuchung eingeleitet. Für Peru ist es bereits der dritte tödliche Angriff auf einen Lokalpolitiker seit Jahresbeginn.
Das südamerikanische Land kämpft seit Jahren mit steigender Gewalt durch kriminelle Banden. Zwischen 2018 und 2025 stieg die Zahl der registrierten Tötungsdelikte laut Behörden von rund 1.000 auf 2.600 pro Jahr. Auch Erpressungsfälle nahmen massiv zu und verachtfachten sich in diesem Zeitraum auf 26.500 Fälle.
Die Sicherheitslage ist inzwischen eines der wichtigsten Themen im laufenden Präsidentschaftswahlkampf. Am 7. Juni treten in der Stichwahl die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori und der linksgerichtete Roberto Sánchez gegeneinander an.
Fujimori kündigte an, mit "harter Hand" gegen die Kriminalität vorzugehen. Sánchez wiederum will die Streitkräfte durch eine Verfassungsreform stärker im Kampf gegen die Gewaltkriminalität einsetzen.