Amazon startet am 1. September 2026 erneut seine Second Chance Deal Days. Bis 10. September sollen dabei zehntausende retournierte und generalüberholte Artikel günstiger angeboten werden. Die Rabatte können laut Amazon bis zu 50 Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung vergleichbarer Neuware betragen. Im Angebot finden sich Produkte aus Bereichen wie Technik, Küche, Gaming und Heimwerken. Amazon gibt an, europaweit mehr als 40 Millionen retournierte und generalüberholte Artikel in nahezu allen Produktkategorien anzubieten.
Auch für Österreich ist die Aktion relevant. Nach Angaben des Unternehmens überschritt der Umsatz mit gebrauchten Produkten in Deutschland und Österreich im Jahr 2025 die Marke von 2 Milliarden Euro. Gleichzeitig hätten Kundinnen und Kunden in beiden Ländern dadurch mehr als 170 Millionen Euro eingespart. Bereits unabhängig von der Aktion seien gebrauchte Artikel bei Amazon im Durchschnitt um 20 Prozent günstiger als vergleichbare neue Produkte. Während der Second Chance Deal Days sollen bei ausgewählten Artikeln weitere Preisnachlässe möglich sein.
Amazon nennt für die Aktion unter anderem Produkte der Marken Sony, Samsung, Beats und LEGO. Bei Artikeln in "gutem Zustand" sollen Preisnachlässe von bis zu 50 Prozent gegenüber der UVP von Neuware möglich sein. Zu den Produktgruppen, die in Deutschland und Österreich besonders häufig gebraucht gekauft werden, zählt Amazon PCs, Küchenprodukte, Smartphones und Artikel für Heimwerker. Eine Neuerung gibt es außerdem bei gebrauchten Modeartikeln. Über den Amazon-Luxusverkäufer Luxclusif sollen erstmals authentische gebrauchte Taschen und Accessoires erhältlich sein.
Während der Aktion soll es darauf zusätzlich 15 Prozent Rabatt auf die bereits reduzierten Preise geben. Die genaue Ersparnis hängt damit vom jeweiligen Produkt und dessen Zustand ab. Die von Amazon genannte Obergrenze von 50 Prozent bezieht sich nicht pauschal auf das gesamte Second-Chance-Angebot. Amazon verweist zugleich auf seine Prozesse rund um zurückgeschickte Waren. Nach einer Retoure werden die Produkte dem Unternehmen zufolge geprüft. Je nach Zustand werden sie getestet, gereinigt und bei Bedarf repariert. Ist ein zurückgeschickter Artikel vollständig in Ordnung, kann er wieder als Neuware verkauft werden.
Andere Produkte werden mit einem Preisnachlass angeboten. Waren, die sich nicht mehr für den Verkauf eignen, aber noch verwendet werden können, spendet Amazon nach eigenen Angaben an Partnerorganisationen in Europa. Das Unternehmen versucht nach eigenen Angaben außerdem, die Zahl unnötiger Retouren bereits vor dem Kauf zu reduzieren. Dabei kommen unter anderem automatisch erstellte Zusammenfassungen von Kundenbewertungen und ausführlichere Produktinformationen zum Einsatz. Bei Kleidung soll eine Größenempfehlung helfen.
Amazon gibt an, dass mehr als 90 Prozent jener Kundinnen und Kunden, die die vorgeschlagene Größe auswählen, mit ihrem Kauf zufrieden seien. Zusätzlich weist Amazon auf Produkte hin, bei denen häufig Rücksendungen vorkommen, und rät, Produktbeschreibung und Bewertungen vor dem Kauf genau anzusehen. Amazon unterscheidet beim Second-Chance-Angebot im Wesentlichen zwischen zwei Programmen. Beim Retourenkauf werden gebrauchte oder bereits geöffnete Artikel zu einem niedrigeren Preis angeboten. Amazon versieht sie mit Zustandsangaben, die von "Wie neu" bis "Akzeptabel" reichen sollen.
Amazon Renewed richtet sich dagegen an generalüberholte Produkte. Diese werden von qualifizierten Verkaufspartnern angeboten und laut Amazon vor dem Verkauf professionell geprüft, gereinigt und getestet. Gebrauchte Ware ist bei Amazon in Europa nicht neu. Das Unternehmen bietet solche Produkte nach eigenen Angaben seit mehr als 20 Jahren an. Den Anfang machten 2002 Drittanbieter in Großbritannien und Deutschland. Seit 2009 werden retournierte und bereits geöffnete Produkte über das Angebot verkauft, seit 2014 auch professionell generalüberholte Geräte.
Amazon nennt auch konkrete Investitionen in diesen Bereich. Zwischen 2024 und 2026 habe das Unternehmen mehr als 3,5 Milliarden Euro in Europa in die Aufbereitung von Retouren investiert. Rory Feldman, bei Amazon in Europa für Retouren und Recommerce verantwortlich, erklärt: "Durch unsere Investitionen von mehr als 3,5 Milliarden Euro in die Aufbereitung von Retouren konnten wir mit unseren Kundinnen und Kunden noch mehr retournierten Produkten in Europa eine zweite Chance geben." Er verweist außerdem auf die Entwicklung beim Gebrauchtkauf.
"Im vergangenen Jahr haben deutsche und österreichische Kundinnen und Kunden 170 Millionen Euro gespart, indem sie bei Amazon gebraucht eingekauft haben – und die Nachfrage wächst weiter: Der Umsatz mit gebrauchten Produkten in Europa hat die 2-Milliarden-Euro-Marke überschritten." Zu den Abläufen bei zurückgesendeten Produkten sagt Feldman: "Die Second Chance Deal Days bieten noch größere Ersparnisse, wobei jedes Produkt von unseren geschulten Spezialistinnen und Spezialisten gründlich geprüft wurde." Die Second Chance Deal Days beginnen am 1. und enden am 10. September 2026.