Dicke Luft bei Galatasaray Istanbul! Nach der bitteren 1:4-Pleite gegen den FC Barcelona in der Champions League steht Leroy Sané massiv in der Kritik. Der ehemalige Bayern-Star wurde von den eigenen Fans ausgepfiffen, auch TV-Experten gingen hart mit ihm ins Gericht. Jetzt meldet sich der 30-Jährige selbst zu Wort.
In einer Instagram-Story richtet sich Sané direkt an die Anhänger des türkischen Topklubs. "In guten wie in schwierigen Zeiten stehen wir zusammen. Ich arbeite jeden Tag hart daran, wieder meine Bestform zu erreichen und die Leistung zu zeigen, die ihr verdient", schreibt der Deutsche. Gleichzeitig bedankt er sich bei den Fans: "Danke für eure Unterstützung gestern und seit dem ersten Tag. Gemeinsam werden wir diese Herausforderung meistern."
Der Frust der Anhänger hatte sich bereits während der Niederlage gegen Barcelona entladen. Sané wurde von Trainer Okan Buruk erst beim Stand von 1:3 für Yunus Akgün eingewechselt. Doch schon seine erste Aktion ging daneben.
Ein Pass auf Victor Osimhen landete im Seitenaus. Sofort waren Pfiffe von den eigenen Fans zu hören. Auch danach konnte der ehemalige Bayern-Profi keine entscheidenden Akzente mehr setzen.
Sein Trainer nahm ihn nach dem Schlusspfiff allerdings in Schutz. "Er kam erst nach dem 1:3 ins Spiel. Das war die Phase, in der die Mannschaft eingebrochen ist. Dieses Spiel sollte nicht als Maßstab dienen, um seine Leistung zu bewerten", erklärte Buruk.
Deutlich weniger Verständnis zeigte Ex-Nationalspieler Tümer Metin. Der TV-Experte warf Sané mangelnden Einsatz vor und fand drastische Worte. "Wäre ich Sanés Teamkollege, würde ich ihm in der Kabine an die Gurgel gehen und fragen: 'Willst du uns eigentlich helfen? Ich bin vom Laufen völlig fertig!'", polterte Metin.
Dabei ist die Kritik am 30-Jährigen keineswegs neu. Schon in der vergangenen Saison sorgten seine Leistungen immer wieder für Unmut bei den Anhängern. Auch in der laufenden Spielzeit wartet Sané noch auf seine erste Torbeteiligung.
Mit seiner emotionalen Botschaft will der Flügelspieler nun offenbar die Wogen glätten. Auf dem Platz muss der ehemalige Bayern-Star allerdings erst noch beweisen, dass er zu seiner alten Stärke zurückfinden kann.