Für den LASK gab es in der ausverkauften Raiffeisen Arena gegen Liverpool nichts zu holen. Bradley Barcola mit einem Dreierpack (24., 38., 66.), Ronald Araujo (22.), Jeremie Frimpong (51.) und Lewis Koumas (72.) netzten für die "Reds". Tore von Robert Ljubicic (63.) und Florian Flecker per Doppelpack (74., 78.) waren zu wenig gewesen.
Gleich zwei Tore gegen den englischen Topklub, das sollte eigentlich ein Grund zum Feiern sein. Allerdings war Flecker unmittelbar nach dem Spiel nicht gerade zum Jubeln zumute, wie der LASK-Außenverteidiger auch unverblümt klarmachte.
"Ich bin eher enttäuscht von der Leistung, wir waren weit weg von dem, was wir uns vorgenommen haben", war Flecker trotz seines Doppelpacks gegen die "Reds" überhaupt nicht nach Jubelsprüngen zumute. "Nach dem Doppelschlag war der Matchplan schnell über den Haufen geworfen", ergänzte Flecker mit Blick auf die Anfangsphase. "Es ist ein Sicherheitsinterview. Er kann sich nicht herstellen und über zwei Tore jubeln", meinte daraufhin Peter Stöger, der die Partie bei "Canal+" analysierte.
"Das Niveau ist schon ein anderes. Wir hatten zu viel Respekt. Am Ende des Tages haben wir aber Moral gezeigt", bilanzierte Ljubicic, der zwischenzeitlich auf 1:4 gestellt hatte, durchaus mit gemischten Gefühlen. "Gegen solche Mannschaften werden einfach kleine Fehler bestraft", meinte der Mittelfeldmotor, der zu Beginn noch auf der Bank saß.
"Man hat gesehen, dass Liverpool über uns steht. Wir haben uns erhofft, es länger offen halten zu können. Man muss besser verteidigen, enger stehen", analysierte dann auch Trainer Didi Kühbauer, der mit dem Blick auf den Endstand auch nur noch schmunzeln konnte. "Die Leute haben zumindest viele Tore gesehen."
"In der ersten Halbzeit waren wir sehr überfordert, da haben wir nicht das gemacht, was wir uns vorgestellt haben. Wir waren nicht mutig, zum großen Teil war das nichts", musste auch Keeper Lukas Jungwirth beipflichten. Der hatte gegen die "Reds" ja sechsmal hinter sich greifen müssen. "In der zweiten Halbzeit haben wir dann gezeigt, dass wir mit solchen Mannschaften mithalten können. Gegen Liverpool schießt man nicht einfach so drei Tore", ergänzte der Keeper dann. Die Ernüchterung war ihm aber ebenso anzumerken.
Allerdings auch die Bewunderung für Gegenüber Alisson Becker, den Star-Tormann von Liverpool. "Er ist eines meiner Idole", sagte der Keeper.