In der ausverkauften Raiffeisen Arena gab es für die Mannschaft von Didi Kühbauer nichts zu holen. Das war schnell klar, obwohl die Oberösterreicher in den ersten Minuten gut mitgehalten haben. Dann eröffnete Ronald Araujo per Kopf den Torreigen (22.), schnürte Bradley Barcola den Dreierpack (24., 37., 66.). Jeremie Frimpong legte kurz nach Wiederbeginn das zwischenzeitliche 4:0 nach (51.), Lewis Koumas hatte den sechsten Liverpool-Treffer erzielt (72.). Der LASK bäumte sich spät auf, doch Tore der eingewechselten Robert Ljubicic (53.) und Florian Flecker im Doppelpack (74., 78.) waren zu wenig.
Liverpool hält somit bei zwei Siegen aus zwei Spielen und dem Punktemaximum von sechs Zählern, während die Oberösterreicher noch keinen Punkt eingefahren haben.
LASK-Trainer Didi Kühbauer veränderte seine Startaufstellung gegenüber dem Sieg gegen Rapid Wien am Sonntag auf vier Positionen. So mussten Sasa Kalajdzic und Ljubicic auf die Bank, wurden durch Rückkehrer Samuel Adeniran und Krystof Danek ersetzt. Sascha Horvath und George Bello fehlten verletzt. Dafür kamen Alessandro Schöpf und Yvan Dibango ins Spiel. Bei den "Reds" saßen zunächst Stars wie Virgil Van Dijk oder Alexis Mac Allister auf der Bank.
Den Linzer Spielern merkte man in den ersten Spielminuten allerdings ein wenig Nervosität an. So ging ein übermotivierter Ausflug von Keeper Lukas Jungwirth in der sechsten Minute beinahe in die Hose, konnte Lewis Koumas nicht profitieren. Mit einem Doppelschlag zogen die "Reds" aber das Spiel schnell auf ihre Seite. Araujo erzielte per Kopf das 1:0, Ersatzkapitän Kostas Tsimikas hatte den Assist geliefert (22.), Barcola legte nicht einmal zwei Minuten später von Koumas bedient das 2:0 nach (24.). Der Koumas-Treffer zählte in der 31. Minute wegen einer Abseitsstellung nicht. Bei Barcolas Schuss in der 33. Minute verhinderte die Innenstange den Treffer, vier Minuten später schnürte der Franzose dann den Doppelpack (37.). Chancen von Österreichs Meister waren Mangelware gewesen, obwohl Kasper Jörgensen in der achten Minute den Traumstart der Oberösterreicher verpasste. Christoph Lang hatte es in der 35. Minute probiert, das lange Eck aber deutlich verpasst. Deutlich weniger fehlte in der 49. Minute, da schrammte der Schuss haarscharf am linken Eck vorbei.
Doch gerade als die Linzer etwas besser ins Spiel kamen, versetzte Frimpong den Stahlstädtern den nächsten Nackenschlag, drückte den Ball per Kopf zum 4:0 in die Maschen (51.). Der gerade erst eingetauschte Ljubicic verkürzte nach Dibango-Zuspiel in der 63. Minute aus dem Nichts zum 1:4 – ein Treffer, der die Linzer beflügelte. Plötzlich war die Kühbauer-Elf wieder mutig. Und sofort folgte die "Reds"-Antwort mit dem nächsten Treffer, schnürte Barcola nach einer sauberen Kombination über Ngumoha und Frimpong den Dreierpack – 5:1 (66.).
In der wilden Schlussphase spielte der LASK dann plötzlich erfrischend mit. So kam der eingewechselte Flecker zu einem Doppelpack gegen die "Reds" (74., 77.). Den Umschwung brachten die Tore aber nicht, denn Koumas hatte zwischenzeitlich ebenso genetzt (72.).
Der LASK gastiert am kommenden Mittwoch in der dritten Runde bei Sporting Lissabon.