Aber Minister beruhigt

"Angebotsrückgang" – so trifft der Öl-Schock Österreich

Im Mai könnte es in Europa weniger Sprit und Kerosin geben. Österreich sei aber gut vorbereitet, beruhigt Minister Hattmannsdorfer.
Newsdesk Heute
15.04.2026, 18:46
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Bundeskanzler Christian Stocker und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer weilen derzeit auf Wirtschaftsmission in Indien – und sorgten am Rande der Gespräche mit Äußerungen vor der Presse für Aufsehen. Schon im Mai könnte es zu ersten Engpässen beim Treibstoff in Europa kommen, die Preise würden dann weiter steigen.

Von der Versorgungslage her ist das Risiko aber überschaubar. "Österreich ist sehr gut diversifiziert, verfügt über gute Öl- und Gasreserven und wir beobachten die Lage laufend", erläutert der Minister jetzt gegenüber "Heute". Die Versorgungssicherheit habe oberste Priorität, Grund für Alarmismus würde es nicht geben.

"Die Versorgungslage in Österreich ist derzeit gesichert." Klar sei aber auch: "Österreich ist von internationalen Lieferketten abhängig und die aktuelle Lage wird zu einem Angebotsrückgang in Europa führen", so Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

Da kommt unser Öl her

Hinzu kommt, dass der Großteil von Österreichs Rohöl nicht über die Straße von Hormus, sondern über die Route von Kasachstan zu uns kommt (57 Prozent). Weitere 14 Prozent stammen aus Libyen, zwölf Prozent aus Saudi-Arabien.

Der Flughafen Schwechat wird direkt mit einer Leitung von der Raffinerie versorgt und wird direkt zu über 90 Prozent mit Mengen aus dieser Raffinerie versorgt. Diesel wiederum wird in Österreich und vor allem in Deutschland für die österreichischen Tankstellen raffiniert. Weder in Deutschland noch in Österreich sei aufgrund der Lieferstruktur ein unmittelbarer Versorgungsengpass für Rohöl abzusehen.

Wenn aber die Krise weiterhin anhält und die Straße von Hormus gesperrt bleibt, rechnet die EU-Kommission damit, dass in Europa fünf Prozent weniger Diesel und 15 Prozent weniger Kerosin ab Mai zur Verfügung stehen. Das würde zu entsprechenden Preissteigerungen führen.

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