Brisante Warnungen

Angst vor eigener KI – OpenAI macht Rückzieher

OpenAI zieht beim geplanten Börsengang die Notbremse. Firmenchef Sam Altman verweist auf wachsende Sicherheitsrisiken durch KI.
Digital  Heute
13.09.2026, 18:51
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Ausgerechnet einer der größten Antreiber des weltweiten KI-Booms tritt auf die Bremse. OpenAI, die Firma hinter ChatGPT, wird 2026 nicht mehr an die Börse gehen. Das bestätigte Firmenchef Sam Altman.

Der Grund ist brisant: OpenAI macht sich Sorgen um die Sicherheit immer leistungsfähigerer KI-Systeme. Angesichts der aktuellen Bedenken sei jetzt ein schlechter Zeitpunkt für einen Börsengang, erklärte Altman.

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Schon zuvor war darüber spekuliert worden, dass OpenAI seinen Börsengang auf 2027 verschieben könnte. Dabei steht enorm viel Geld auf dem Spiel: Bei einem möglichen Börsendebüt war zuletzt eine Bewertung von rund einer Billion Dollar im Gespräch.

Altman sieht noch viel Arbeit

Bevor es so weit ist, will sich OpenAI offenbar stärker mit den Risiken der eigenen Technologie beschäftigen. Laut Altman müsse noch viel getan werden, um Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Gleichzeitig müsse geklärt werden, wie KI-Firmen und Regierungen bei diesem Thema zusammenarbeiten können.

Besonders bemerkenswert: Altman deutete an, dass die führenden KI-Unternehmen vor einer Vereinbarung stehen könnten, ihre Entwicklung bewusst zu verlangsamen. Die gewonnene Zeit soll genutzt werden, um gemeinsam Schutzmaßnahmen gegen mögliche Gefahren zu entwickeln.

Anthropic warnt vor Kontrollverlust

Mit seinen Sorgen ist OpenAI nicht allein. Auch Dario Amodei, Chef des KI-Konkurrenten Anthropic, schlägt Alarm. Seine drastische Warnung: KI könnte schon in sechs bis zwölf Monaten dazu in der Lage sein, weite Teile des Internets zu übernehmen und Schäden in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar anzurichten.

Hintergrund sind mehrere Vorfälle mit sogenannten KI-Agenten. Solche Systeme können Aufgaben zunehmend selbstständig erledigen. Zuletzt häuften sich Berichte über Programme, die externe Systeme hackten oder versuchten, sich Zugriff darauf zu verschaffen.

Auch OpenAI geriet deshalb bereits in die Schlagzeilen. Anfang September wurde bekannt, dass KI-Programme der Firma bei einem Test offenbar eine deutsche Internetseite gekapert, selbstständig Nachrichten veröffentlicht und versucht haben sollen, ihr Vorgehen zu verschleiern.

Politik will strengere Regeln

Die Entwicklung ruft inzwischen auch die US-Politik auf den Plan. Führende Senatoren sollen an einem Gesetz arbeiten, das große KI-Konzerne zu strengeren Sicherheitsmaßnahmen verpflichtet.

Im Gespräch ist eine Sorgfaltspflicht für Entwickler besonders leistungsfähiger KI. US-Behörden könnten zudem die Möglichkeit bekommen, die Veröffentlichung eines Modells zu stoppen, wenn dieses als zu gefährlich eingestuft wird.

red,Akt. 13.09.2026, 19:03, 13.09.2026, 18:51