Verbot aussetzen

Angst vor Preisschock – FPÖ will Russen-Gas importieren

Die Gaspreise schießen nach oben! Jetzt schlägt die FPÖ Alarm und fordert von der Regierung einen brisanten Schritt.
19.10.2026, 20:15
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Die aktuellen geopolitischen Spannungen machen sich auf dem Energiemarkt bemerkbar. Die Angriffe auf Handelsschiffe im Nahen Osten – wie etwa in der Straße von Hormus – lassen die Gaspreise in die Höhe schnellen.

Aber auch die niedrigen Speicherstände vor dem Winter treiben die Preise in die Höhe. So sind Österreichs Gasspeicher zu 69 Prozent gefüllt, in Deutschland sind es gar nur 61 Prozent. Diese Lage wirkt sich auf ganz Europa aus. So erreichte der europäische Gaspreis am Montag mit 89,57 Euro je Megawattstunde einen Höchststand seit Ende 2022.

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Appell an Regierung

Diesbezüglich wittert die FPÖ eine neuerliche Energiekrise. So habe sich der Preis seit Jahresbeginn etwa verdreifacht. Daher fordern die Freiheitlichen nun einen Vorstoß um Gas aus Russland erwerben zu können.

"Mit der EU-Verordnung 2026/261 gibt es eine Krisenklausel, die eine Aussetzung des Importverbots für russisches Erdgas ermöglicht", so der blaue Energiesprecher Paul Hammerl. Er verlangt von der Bundesregierung, dass diese sich auf der EU-Ebene für die Aktivierung dieses Mechanismus einsetzt.

Man müsse das Gasangebot am Weltmarkt steigern, um so den steigenden Preisen entgegenwirken zu können, sagt der FPÖ-Politiker. Ansonsten drohe den Haushalten "der nächste Preisschock" und der heimischen Industrie ein "existenzbedrohender Wettbewerbsnachteil".

270 Euro einsparen

Zudem fordert die FPÖ, dass die nationale CO₂-Bepreisung auf Erdgas abgeschafft und die Erdgasabgabe auf das EU-Mindestmaß reduziert werden soll. Laut Hammerl könne ein Haushalt mit 15.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch so jährlich 270 Euro sparen. Dies setze sich aus 180 Euro durch den Wegfall der CO₂-Bepreisung und 90 Euro durch die Senkung der Erdgasabgabe zusammen.

red, 19.10.2026, 20:15
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