Nach 37 Jahren

Anna Wintour tritt als "Vogue"-Chefredakteurin zurück

Eine Ikone tritt ab: Die 75-jährige Anna Wintour, die 1988 zur "Vogue" kam, gab ihren Rückzug überraschend bei einer Mitarbeiterversammlung bekannt.
26.06.2025, 21:22
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Nach 37 Jahren an der Spitze der amerikanischen "Vogue" tritt Chefredakteurin Anna Wintour zurück. Dies berichten übereinstimmend mehrere US-amerikanische Medien, darunter "People".

Demnach wird die langjährige Chefin der "Modebibel" ihren Posten als Leiterin des monatlich erscheinenden Magazins abgeben. Laut den Berichten verkündete die 75-Jährige die Nachricht am Morgen des 25. Juni in einer Mitarbeiterversammlung. "Vogue" wird nun nach einer Neubesetzung für die redaktionelle Leitung suchen, während Wintour weiterhin als Global Chief Content Officer von Condé Nast, dem Verlag hinter "Vogue", sowie als Global Editorial Director der "Vogue" tätig bleibt.

Einflussreichste Frau der Modebranche

Anna Wintour wird oftmals als die einflussreichste Frau der Modebranche bezeichnet. Sie setzte Trends und förderte neue Designer. Sie entschied, welche Designer in der "Vogue" erscheinen. "The Guardian" nannte sie "Unofficial mayoress of New York City" – also "die inoffizielle Bürgermeisterin von New York". Sie hat großen Anteil am Erfolg von Designern wie John Galliano (Christian Dior) oder Michael Kors.

Lauren Weisberger, eine Zeit lang persönliche Assistentin von Wintour, fasste ihre Erlebnisse im Bestseller "The Devil Wears Prada" zusammen. Das Buch wurde 2006 mit Meryl Streep als Miranda Priestly, die Wintour verkörpern soll, und Anne Hathaway in der Rolle von Weisberger verfilmt und wurde ein großer Erfolg.

Anna Wintour wird oftmals als die einflussreichste Frau der Modebranche bezeichnet.
REUTERS

Mit Innovation zum Erfolg

Die am 3. November in London geborene Anna Wintour besuchte die North London Collegiate School, die sie aber mit 16 Jahren verließ. Sie entschied sich, nicht aufs College zu gehen, sondern machte eine Ausbildung im Kaufhaus Harrods in London.

Ihre Karriere als Mode-Journalistin begann 1970, als "Harper’s Bazaar" kurzzeitig mit "Queen" zu "Harpers & Queen" fusionierte. Dort baute sie neue, innovative Locations für Aufnahmen auf. So stellte sie etwa Werke der Maler Auguste Renoir und Claude Monet mit Models in Go-Go-Stiefeln nach. Nach einer kurzen Zeit bei einem Magazin namens "Savvy" wurde sie 1975 Nachwuchs-Moderedakteurin bei Harper’s Bazaar in New York City.

1986 wurde sie schließlich Redakteurin der amerikanischen Vogue und im folgenden Jahr von "House & Garden". Unter ihrer Führung, die sie ab 1988 innehatte, konzentrierte sich die amerikanische Vogue wieder ausschließlich auf Mode. 2017 wurde sie von der Queen in den Adelsstand erhoben.

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