Anpfiff! Wenn Hunde "kicken" ist es Treibball

Unsere Hundesport-Reihe widmet sich nach "Dog Diving", "Rally-Obedience" und "Hoopers" dem Hunde-Fußball: Stadions-Atmosphäre beim Treibball.

Unsere Tier-Redakteurin Christine Kaltenecker war diese Woche wieder für euch bei der "Dog Cooperation" in Königsstetten und hat eine noch sehr junge Hundesportart unter die Lupe genommen: Treibball. Ursprünglich stammt diese lustige Auslastung fürs Köpfchen aus Holland und besteht eigentlich "nur" aus mehreren handelsüblichen Gymnastikbällen in diversen Größen und einem Tor. Wir haben uns hierzu wieder mit Trainerin Lisa Biegler unterhalten:

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Worum geht's?

Ziel und Zweck dieses Hundesports ist es, dass der Hund mit Schnauze und Schultern die Gymnastikbälle ins Tor "treibt". Klingt recht einfach, dauert aber im Aufbau wesentlich länger als bei anderen Hundesportarten. Der Hund muss sich hier nämlich in der Impulskontrolle üben und auch eine gehörige Portion Frusttoleranz aufbauen. Den verlockenden Ball nämlich wirklich erst dann zu berühren, wenn er in der richtigen Position ist und das Frauli das "Go" gibt, ist für viele Hunde sehr schwierig. Deshalb spricht man hier auch von einer sehr kontrollierten Sportart.

Wieso Gymnastikbälle?

Einfach erklärt: Je größer der Ball, desto kleiner die Angriffsfläche. Da der Ball nicht ins Hundemaul passt, erleichtert es dem Hund natürlich den Beutetrieb zu kontrollieren und die Bälle mit der Nase anzustupsen. Gymnastikbälle sind auch sehr weich, weshalb Verletzungen auszuschließen sind. "Doch so richtige "Ball-Junkies' schaffen es auch diese Bälle im Training zu zerstören", lacht Lisa.

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Hilft im Alltag

Was diese Hundesportart so beliebt macht, ist die Tatsache, dass man nicht für jedes Training in die Hundeschule laufen muss. Nachdem der Hundeführer verstanden hat, wie er die Kommandos setzen muss und die Basics erklärt wurden, kann man hier wirklich mit Hilfe eines Gymnastikballs auch im Garten üben. Außerdem ist das unbewusst-bewusste Anheben der Frusttoleranz beim Hund sehr für ein harmonisches Miteinander zu empfehlen, da hier sehr quirlige und fordernde Vierbeiner lernen, sich zu kontrollieren.

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