Eine 26-Jährige wurde am 21. Mai in eine Kölner Klinik eingeliefert, wenig später war die junge Frau tot. Während die Familie nun endlich Antworten haben will, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.
Was war passiert? Grund für die Einlieferung der Deutsch-Kongolesin war, dass sie einen Uber-Fahrer im Ausnahmezustand angegriffen habe. Sie sei psychotisch, aggressiv und orientierungslos gewesen, berichtet die "Bild". Die Polizei nahm die junge Frau fest und brachte sie in die LVR-Klinik in Köln-Merheim.
Dort sei die 26-Jährige mit einer 7-Punkt-Fixierung ans Bett gefesselt worden. Dabei sei sie am Rücken gelegen. Nach Informationen der Zeitung soll die Frau auch Medikamente verabreicht bekommen haben. Patienten, die so ans Bett fixiert sind, müssen normalerweise alle 15 Minuten kontrolliert werden. Dies sei laut Angaben von Pflegern auch passiert.
Dennoch wurde die 26-Jährige am nächsten Morgen von einer Ärztin tot aufgefunden. Kollegen aus dem Krankenhaus sagten gegenüber der "Bild", dass die Nachtschicht wohl vermutet haben muss, dass die Patientin schläft.
Zur genauen Todesursache gibt es noch keine offiziellen Informationen. Die Staatsanwaltschaft habe die Patientenakten beschlagnahmt. Laut Pflegern sei sie an ihrem "eigenen Erbrochenen" erstickt. Unklar ist, ob eine Vergiftung bestand – eine chemisch-toxikologische Untersuchung ist ausständig.
Auch eine Obduktion des Leichnams durch das Institut der Rechtsmedizin Köln dauert an. Es soll geklärt werden, ob ein strafrechtlich relevantes Fremdverschulden durch Angestellte der Klinik vorliegt. Seitens der Klinik spricht man von einem "furchtbaren Ereignis".