Die proiranische Huthi-Miliz hat ihre Attacken auf Saudi-Arabien deutlich ausgeweitet. Am Wochenende beschoss die rund 200.000 Mann starke Truppe einen Armeestützpunkt im Süden des Königreichs mit Drohnen und Raketen.
Der Angriff auf den Stützpunkt Scharurah nahe der jemenitischen Grenze habe "Waffendepots sowie Kommando- und Kontrollzentren" gegolten, erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Saree auf der Plattform X.
Wie "n-tv" berichtet, kontrolliert die Miliz nach einem großangelegten Vorstoß mittlerweile die gesamte Küste des Jemen am Roten Meer. Damit liegt auch die für den Welthandel enorm wichtige Meerenge Bab al-Mandab in ihrer Hand.
Die Kämpfe treiben immer mehr Menschen in die Flucht. Seit Juli wurden nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 76.000 Jemeniten vertrieben. Allein seit Anfang September mussten mehr als 70.000 Menschen ihre Heimat verlassen, rund 1.400 flohen ins benachbarte Dschibuti.
US-Präsident Donald Trump zeigte sich bei einem Besuch in Irland dennoch entspannt: "Die Huthis haben uns angerufen, und sie wollen nicht gegen uns kämpfen. In der Region wird alles gut und schön laufen."