Anschober sagt, wie hoch Zahlen im Dezember sein werden

Rudolf Anschober
Rudolf Anschoberpicturedesk.com
Am Mittwoch präsentierte die Bundesregierung die Öffnungsschritte nach dem Lockdown.

Nach dem Ministerrat trat das "virologische Quartett" vor die Presse. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) verkündeten, wie es nun ab dem 7. Dezember nach dem Lockdown weitergeht.

Schulen und Handel öffnen als Erstes wieder, jedoch mit strengen Maßnahmen. Die Gastronomie bleibt vorerst noch geschlossen, Christkindlmärkte wird es heuer ebenfalls nicht geben. Friseure und andere Dienstleistungen dürfen am Montag aufsperren, die Ausgangssperre zwischen 20.00 und 6.00 Uhr bleibt aufrecht. Hier gibt es alle Regeln im Überblick!

"Pandemie ist noch nicht vorbei"

Der Bundeskanzler betonte abermals:  "Die Pandemie ist noch nicht vorbei!" Jeder müsse sich weiterhin an die Maßnahmen halten: Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen und Hygieneregeln beachten.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober erklärte, dass wir sehr gut durch die erste Welle gekommen sind. "Doch bei der zweiten Welle mussten wir erkennen, dass diese noch viel mehr Wucht, Kraft und Dynamik hatte." Rund um den 22. Oktober habe es diese Explosion an Corona-Zahlen gegeben. Der Teil-Lockdown Anfang November habe nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht.

Triage verhindert

Nun fast am Ende des zweiten harten Lockdowns könne man beginnen, die Wirksamkeit der Maßnahmen zu bewerten. "Mir geht es jeden Tag zu langsam nach unten, aber der Trend stimmt." Es sei gelungen, die Triage auf den Intensivstationen zu verhindern. Nun müsse man alles daran setzen, dass die zuletzt sehr hohen Todeszahlen wieder nach unten gehen. 

2.000 Neuinfektionen pro Tag bis 9. Dezember

Eine neue Experten-Prognose zeigt den Corona-Verlauf bis 9. Dezember. Anschober erwartet demnach eine Reduktion auf rund 2.000 Neuinfektionen pro Tag. Der Reproduktionsfaktor sei deutlich von 1,44  auf 0,87 gesunken.

Ohne Lockdown hätte es eine Überlastung des Gesundheitssystems gegeben, so Anschober. Bis Mitte Dezember solle die Bettenauslastung auf den Intensivstationen wieder auf 440 gesenkt werden. Gleichzeitig drohe aber nun bald auch eine Grippewelle. Diese werde gegen Mitte Dezember erwartet und die Ressourcen weiter belasten. 

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