Kimi Antonelli fährt in der Formel 1 – wenn nicht von seinem eigenen Boliden gestoppt – in einer eigenen Liga. Nach seinem Sieg in Spa führt der 19-Jährige die WM-Wertung deutlich an. Doch jetzt kommt es zu unerwarteter Kritik und einer deutlichen Drohung. Das hat einen Hauptgrund: Papa Marco bereiten die Track-Limits Sorgen.
"Ihr wisst ja, dass ich die Strecke manchmal etwas zu sehr ausnutze", sagte Kimi Antonelli vor dem Grand Prix von Ungarn in Richtung der Medien. "Daran muss ich arbeiten."
Wegen mehrerer Tracklimit-Verstöße kassierte der Mercedes-Pilot in dieser Saison bereits Strafen. Sein Vater machte ihm deshalb nach dem Triumph in Spa eine unmissverständliche Ansage.
"Mein Vater sagte mir nach dem Sieg in Spa als Erstes: 'Glückwunsch, aber' – es gibt immer ein Aber! Er meinte: 'Wenn du noch einmal grundlos über die Track-Limits fährst, dann drehe ich dir den Hals wie bei einem Huhn um'", erzählte Antonelli mit einem Grinsen.
Trotz der drastischen Worte ist das Verhältnis zwischen Vater und Sohn eng. Marco Antonelli begleitet die Karriere seines Sohnes bereits seit dessen Kart-Zeiten.
"Mein Vater ist so etwas wie mein Fels in der Brandung, weil wir so vieles miteinander teilen. Ich höre mir immer gerne seine Meinung nach Trainingseinheiten, nach Rennen und nach dem Qualifying an, denn das machen wir schon seit unserer Kartzeit", erklärte der Italiener.
Mit seinem Erfolg in Spa baute Antonelli seinen Vorsprung auf Ferrari-Star Lewis Hamilton auf 45 Punkte aus. Zur Saisonhalbzeit führt der Mercedes-Pilot damit die Weltmeisterschaft an.
Beim elften von insgesamt 22 Saisonrennen in Ungarn erwartet der Jungstar jedoch einen engen Kampf zwischen den vier Top-Teams. Nach dem Grand Prix auf dem Hungaroring verabschiedet sich die Formel 1 in eine vierwöchige Sommerpause. Weiter geht es am 23. August mit dem Grand Prix der Niederlande in Zandvoort.