In den Trainings hatte sich Antonelli noch zurückgehalten, doch im Qualifying auf dem Circuit of the Americas war der Italiener plötzlich da. Mit 1:34,035 Minuten drehte der Mercedes-Star bereits im ersten Outing die schnellste Runde und holte sich sensationell seine siebte Pole Position der Karriere. "Jetzt haben wir die Pole, natürlich will ich da morgen auch gewinnen. Aber es wird nicht einfach", meinte der WM-Führende.
Mit einem Sieg könnte der 20-Jährige schon im Grand Prix am Sonntag Weltmeister werden, wenn Teamkollege George Russell nicht besser als Neunter wird und Ferrari-Star Lewis Hamilton nicht über Rang fünf hinauskommt. Russell klassierte sich mit 0,441 Sekunden Rückstand gar nur als Sechster, Hamilton wurde im Ferrari genau Fünfter (+0,276).
Eigentlich war Ferrari der große Favorit. Doch Charles Leclerc musste sich mit Rang vier (+0,232) begnügen, derweil waren die Red-Bull-Piloten die ersten Antonelli-Jäger. Max Verstappen landete auf Rang zwei (+0,179), Teamkollege Isack Hadjar wurde Dritter (+0,215). "Q3 war nicht gut, ich hatte am Ende keine gute Balance mehr und in der letzten Runde gab es Wind", analysierte Verstappen. Den Wind sprach auch Hadjar an: "Es wäre vielleicht sogar die Pole drinnen gewesen."
Die beiden McLaren-Piloten Oscar Piastri auf Rang sieben (+0,768) und Lando Norris auf Rang acht (+1,014) hatten nichts mehr mit der Entscheidung zu tun. Genauso wie Racing-Bulls-Fahrer Arvid Lindblat als Neunter (+2,014), der wegen einer Motorenstrafe sowieso um fünf Plätze zurückversetzt wird. Teamkollege Liam Lawson wurde Zehnter, drehte gar keine Runde mehr.
Die beiden Alpine-Piloten Pierre Galsy (11.) und Franco Colapinto (14.) mussten ihren Boliden genauso nach dem Q2 abstellen, wie die Audi-Fahrer Nico Hülkenberg (12.) und Gabriel Bortoleto (13.), sowie Aston-Matin-Altmeister Fernando Alonso auf Rang 15 und Haas Pilot Oliver Bearman als 16.
Im ersten Qualifying-Abschnitt war für den zweiten Haas-Fahrer Esteban Ocon auf Platz 17, Aston-Martin-Pilot Lance Stroll, sowie wenig überraschend für das Williams-Duo Carlos Sainz (19.) und Alexander Albon (20.) und für die Cadillac-Fahrer Sergio Perez (21.) und Valtteri Bottas (22.) Endstation.
Der Start zum Großen Preis der USA erfolgt am Sonntagabend um 21 Uhr österreichischer Zeit.