Es gibt CEOs, die mit ihren Fehlentscheidungen nicht nur Milliarden verbrennen, sondern auch ganze Unternehmen in den Ruin treiben. Während Tausende Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, machen sich die Verantwortlichen oft keine Sorgen um ihre Zukunft – dank goldener Fallschirme und rechtzeitig gesicherter Vermögen.
Ein aktueller Rückblick zeigt die schlimmsten Manager-Flops der Tech-Geschichte: Von Steve Ballmer, der Microsoft eigenhändig aus den lukrativsten Märkten vertrieb, bis zu Ex-HP-Chefin Carly Fiorina, die den Konzernwert halbierte und trotzdem mit 21 Millionen Dollar Abfindung ging.
Wie "computerwoche.de" berichtet, reihen sich auch Krypto-Betrüger Sam Bankman-Fried (FTX) und Wirecard-Chef Markus Braun in diese Liste ein. Bankman-Fried wurde wegen Betrugs zu 25 Jahren Haft und 11 Milliarden Dollar Strafe verurteilt. Braun sitzt bereits seit sechs Jahren in U-Haft.
Besonders tragisch: Kodak-CEO Kay Whitmore. Obwohl seine eigenen Techniker die Digitalkamera erfunden hatten, setzte er weiter auf analogen Film. Bei einem Meeting mit Bill Gates soll er sogar eingeschlafen sein. Das Ergebnis: Kodak meldete 2012 Insolvenz an.
Auch Apple-Chef John Sculley landete auf der Liste der Versager. Er feuerte Steve Jobs und führte den Konzern anschließend von einem Produkt-Flop zum nächsten. Erst nach Jobs Rückkehr 1997 begann Apples Erfolgsgeschichte mit iPod und iPhone.
Der vielleicht kurioseste Fall: George Shaheen wechselte als Star-Berater von Andersen Consulting zum Internet-Startup Webvan. Trotz Milliardeninvestitionen verstand er das Lebensmittelgeschäft nie – und löschte den Flop später einfach aus seinem Lebenslauf.
Die bittere Erkenntnis: Während geschädigte Anleger und entlassene Mitarbeiter oft leer ausgehen, gehören viele der gescheiterten Manager bis heute zu den reichsten Menschen der Welt.