AK schreitet mehrmals ein

Arbeiter hat Herzinfarkt, Firma haut ihn einfach raus

Der Mann fiel aus allen Wolken: Nur wenige Tage nach einem Herzinfarkt warf ihn seine Firma raus. Der Betroffene ließ das nicht auf sich sitzen.
Oberösterreich Heute
13.02.2026, 20:56
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Der 45-Jährige war über einen Arbeitskräfteüberlasser als Maschinenführer tätig. An einem freien Wochenende hatte er plötzlich den Infarkt und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Nur drei Tage später die böse Überraschung: Das Unternehmen übermittelte ihm die einvernehmliche Auflösung des Dienstvertrags.

Der Arbeitnehmer schaltete die zuständige AK-Bezirksstelle Freistadt ein. Die Erkenntnis: Wegen seines Krankenstands standen dem Mühlviertler die volle Entgeltfortzahlung für sechs Wochen und das halbe Entgelt für weitere vier Wochen zu.

Die Experten stellten außerdem fest, dass dem Beschäftigten Diäten und Fahrtkostenersatz nicht abgerechnet wurden. Nach mehrmaliger Intervention durch die Kammer zahlte der Arbeitgeber einen Teil der Ansprüche aus. Das waren 2.395 Euro.

Die Entgeltfortzahlung und die Aufwandsentschädigungen musste die AK aber gerichtlich einklagen – mit Erfolg. Da die Firma jedoch trotz zweier rechtskräftiger Zahlungsbefehle noch immer nichts überwies, wurde eine Exekution beantragt.

Erst danach war das Unternehmen bereit, den offenen Betrag von 9.785 Euro zu bezahlen. In Summe wurden damit 12.180 Euro für den Beschäftigten erkämpft.

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