Verdächtiger in JA Linz

Arge Geldnöte – Ungarinnen zur Prostitution gezwungen

Finanzielle Nöte ausgenutzt: Ungarinnen wurde Geld versprochen, dann mussten sie in Österreich anschaffen gehen. Jetzt sitzt ein Verdächtiger ein.
Oberösterreich Heute
08.10.2026, 17:50
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In umfangreichen Ermittlungen forschten Beamte des Landeskriminalamtes OÖ einen 30-jährigen Ungarn aus. Er wird beschuldigt, von Juni bis Anfang Oktober 2026 zwei Opfer – 31 und 41 Jahre alt – sexuell ausgebeutet zu haben. Die Frauen sollen in Österreich, vor allem in Linz, als Prostituierte gearbeitet haben.

Die Vorgehensweise laut Polizei: Die beiden Ungarinnen seien in ihrem Heimatland angeworben worden. Demnach hat man ihre prekäre finanzielle Lage ausgenutzt, und sie wurden nach Österreich gebracht. Das besonders Schlimme: Die Frauen mussten ihre Unterkünfte, einschlägige Online-Inserate und Verhütungsmittel selbst bezahlen.

Die Staatsanwaltschaft Linz erließ eine Festnahmeanordnung. Die Fahnder lokalisierten den Verdächtigen und ein Opfer schließlich am vergangenen Montag in St. Pölten. Am Tag darauf wurde er mit Unterstützung aus Niederösterreich in einem illegal betriebenen Bordell festgenommen.

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Durch die Ausbeutung der Ungarinnen dürfte der Mann einen Betrag im höheren fünfstelligen Euro-Bereich erzielt haben. Zum Vorwurf der Zuhälterei zeigte er sich nicht geständig, zu jenem des grenzüberschreitenden Prostitutionshandels zum Teil. Der 30-Jährige wurde am Mittwoch in die Justizanstalt Linz eingeliefert. Weitere Erhebungen laufen.

red,08.10.2026, 17:50