Als das Prozedere am Mittwoch bekannt wurde, pochten die OÖ-Grünen sofort auf ein Verbot: Die Tiere werden mit Lkw nach Oberösterreich gebracht und anschließend in Frachtmaschinen Tausende Kilometer nach Zentralasien geflogen werden.
Das Vorgehen ist für den Landessprecher der Partei, Stefan Kaineder, "völlig unverständlich und untragbar". "Rinder sind fühlende Lebewesen und keine Frachtstücke, die wir beliebig um die halbe Welt schicken können. Diese unsäglichen Lebendtier-Langstreckentransporte gehören verboten."
Angesichts der Kritik ist der betroffene Airport in Hörsching (Bez. Linz-Land) um Beruhigung bemüht: Bei den bereits abgeflogenen und den noch bevorstehenden Transporten handle es sich laut Auskunft des Auftraggebers um Nutztiere (Fleckvieh-Bullen). Sie würden aus Ungarn stammen und nach Turkmenistan transportiert.
Und weiter: Die Rinder verfügen demnach über ungarische Ohrmarken, eine amtliche Gesundheitsbescheinigung und die schriftliche Freigabe des Grenztierarztes aus Budapest.
"Bevor die Tiere ihre Reise per Flugzeug antreten, werden sie entsprechend versorgt", betont der Flughafen. Bei der Verladung sei ein lokaler Veterinär anwesend, der die Eignung für den Lufttransport überprüfe und bescheinige.
Der Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land habe laut Airport am Dienstag ergänzende Kontrollen durchgeführt. Dabei seien keine Beanstandungen festgestellt worden. Die Flüge werden gemäß der IATA Live-Animals-Regulations (für einen sicheren und artgerechten Lufttransport von lebenden Tieren; Anm.) durchgeführt.