Der Mann war bereits Anfang August erkrankt und wurde über längere Zeit auf einer Intensivstation behandelt. Diese Woche ist er verstorben, wie die Behörden mitteilen.
Seit Anfang September wurde kein neuer Fall im Rahmen des Linzer Ausbruchs festgestellt. Die Häufung der Erkrankungen gilt damit als beendet. Insgesamt werden dem Ausbruch inzwischen 36 Fälle zugeordnet. Die letzten vier identifizierten Patienten stammen nicht aus dem Linzer Stadtgebiet.
Wegen eines möglichen Zusammenhangs werden ihre Erkrankungen dennoch zum Ausbruch in der Landeshauptstadt gezählt. Beim jetzt verstorbenen Mann konnte kein weiterführender genetischer Vergleich zwischen seinen Erregern und Legionellen aus Umweltproben durchgeführt werden.
Wie schwer die Infektion zuschlagen kann, zeigte sich bereits im Sommer: Eine 81-Jährige, ein 56-Jähriger und ein 89-Jähriger starben im Zusammenhang mit der Erkrankung. Zahlreiche Betroffene mussten ins Krankenhaus, einige auf die Intensivstation. "Heute" berichtete über die dramatischen Folgen.
Bei der Suche nach der Quelle rückte eine Kühlanlage der Linz AG in den Mittelpunkt. Dort wurden Legionellen nachgewiesen. Vergleiche mit Erregern von Erkrankten zeigten Gemeinsamkeiten – ein starkes Indiz für einen Zusammenhang. Endgültig bestätigt war die Anlage als Infektionsquelle zuletzt allerdings nicht.
Auch die Justiz beschäftigt sich mit dem Ausbruch: Nach einer Anzeige des Sohnes der verstorbenen 81-Jährigen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen unbekannt. "Heute" berichtete.
Die Aufarbeitung geht unterdessen weiter: Mittlerweile wurden mehr als 280 Proben ausgewertet. Gesundheitsbehörden, AGES, das Bioanalyticum Institut für Mikrobiologie und Hygiene sowie weitere beteiligte Stellen arbeiten gemeinsam daran, den tödlichen Ausbruch aufzuklären.