Über Wochen hielt eine Legionellen-Welle den Großraum Linz in Atem. Zuletzt wurde bekannt: Auch die Bundesheer-Kaserne in Hörsching (Bez. Linz-Land) war betroffen. Rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten waren zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Die Bakterien wurden im Bereich von Sanitäranlagen nachgewiesen, die nicht regelmäßig benutzt werden. Die Gefahr wurde allerdings rechtzeitig erkannt. Dank einer schnellen Warnung kam es auf dem Kasernengelände laut Bundesheer zu keiner Infektion.
Jetzt bekam "Heute" einen anonymen Hinweis: Demnach wurde im Bezirksalten- und Pflegeheim Kallham (Bez. Grieskirchen) bei einer Untersuchung ein positiver Nachweis von Legionellen festgestellt. Es solle mehrere Krankheitsfälle im Zusammenhang mit der aktuellen Situation geben, heißt es in dem Mail weiter.
"Heute" hat mit der Heimleitung gesprochen: Dort wurde bestätigt, dass es am Montag eine Prüfung gegeben hat. Bei einer Abnahmestelle wurden die Bakterien nachgewiesen. Der konkrete Ort: das Bad einer Wohneinheit.
Die weiteren Wasserzuläufe würden passen, heißt es von der Geschäftsführung. Es gebe dennoch morgen, Freitag, eine Nachtestung. "Infektionen sind nicht bekannt", so die Auskunft. Feststehe: Derzeit seien viele Bewohner wegen der generell ersten Krankheitswelle nicht fit.
Der Legionellen-Ausbruch im Großraum Linz beschäftigt unterdessen auch die Justiz: Nach der Anzeige des Sohnes einer verstorbenen 81-Jährigen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Das Verfahren richtet sich gegen unbekannt. Die Infektionsquelle ist noch nicht endgültig geklärt.