1.000 Soldaten in Kaserne

Gefährliche Legionellen – auch Bundesheer betroffen

Seit Wochen hält eine Legionellen-Welle den Großraum Linz in Atem. Jetzt wurde bekannt: Auch die Bundesheer-Kaserne in Hörsching war betroffen.
Oberösterreich Heute
17.09.2026, 10:02
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Nach Oberösterreich kamen nun auch bittere Nachrichten aus anderen Bundesländern: In Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark gibt es aktuell mehrere Infektionen mit dem Bakterium.

Das sorgte zuletzt auch in Salzburg dafür, dass über die Risiken aufgeklärt wird. Die Gesundheitskasse warnt vor Risiken und empfiehlt Vorsichtsmaßnahmen bei Warmwasseranlagen. Besonders gefährdet: Erkrankung für ältere Menschen, Personen mit schwachem Immunsystem, Vorerkrankungen der Lunge oder für Rauchende.

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Keine Infektion

Unterdessen hat sich herausgestellt, dass das Bundesheer im Bezirk Linz-Land ebenfalls mit der seit fast acht Wochen dauernden Welle zu kämpfen hatte. Rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten in der Kaserne Hörsching waren zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

Legionellen wurden dort im Bereich von Sanitäranlagen nachgewiesen, die nicht regelmäßig benutzt werden, berichtet der ORF. "Wir haben in Hörsching auch Quartiere für Gäste, man kann sich das wie Hotelzimmer vorstellen. Diese Quartiere sind nicht immer belegt und frequentiert, so konnten sich die Legionellen überhaupt erst entwickeln", sagt Sprecher Gerhard Oberreiter.

Die Trinkwasserleitungen der Kaserne sind teilweise bis zu 90 Jahre alt. Die Gefahr wurde allerdings rechtzeitig erkannt. Dank einer schnellen Warnung kam es auf dem Kasernengelände laut Bundesheer zu keiner Infektion.

Betroffene Duschen gesperrt

"Wir haben die betroffenen Duschen dann gesperrt und einem speziellen Spülreglement unterzogen. Das Problem mit den Legionellen war somit im August wieder beseitigt", so Oberreiter.

Im Linzer Kepler Klinikum wird laut dem Bericht nach wie vor ein junger Mann wegen einer Infektion intensivmedizinisch betreut. Drei Menschen starben diesen Sommer an der Krankheit. Eine Anzeige wegen des Todes einer 81-jährigen Linzerin liegt bei der Staatsanwaltschaft, ein Ermittlungsauftrag steht noch aus.

Genetische Vergleiche hätten das Kühlturmwasser des städtischen Versorgers Linz AG als Infektionsquelle identifiziert, berichtet Infektiologe Helmut Salzer vom Klinikum. Ein Ermittlungsauftrag der Staatsanwaltschaft könnte folgen. Damit sind auch juristische Konsequenzen möglich.

red,Akt. 17.09.2026, 10:42, 17.09.2026, 10:02