Drei Menschen gestorben

Legionellen in Linz – jetzt schon 32 Menschen erkrankt

Der Legionellenausbruch im Großraum Linz fordert drei Todesopfer. 32 Menschen sind erkrankt, fünf davon liegen noch im Spital.
Österreich Heute
29.08.2026, 12:06
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Der Legionellenausbruch im Großraum Linz weitet sich aus. Mittlerweile sind schon 32 Menschen erkrankt. Drei Personen sind verstorben, fünf Patienten befinden sich derzeit noch in stationärer Behandlung.

Die Gesundheitsbehörden suchen weiter nach der möglichen Infektionsquelle. Rund 200 Wasserproben aus Haushalten, Arbeitsstätten, Beherbergungsbetrieben und technischen Anlagen wurden bereits genommen. Ein Großteil davon wurde vom Referenzlabor der AGES untersucht.

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Legionellen in Kühlanlage entdeckt

In der Kühlanlage eines Gewerbebetriebs im Raum Linz-Leonding, im Bereich Doppl/Haidfeldstraße, wurden relevante Legionellen nachgewiesen. Konkret handelt es sich um Legionella pneumophila der Serogruppe 1.

Die betroffene Anlage wurde sofort stillgelegt und desinfiziert. Nach Abschluss der Reinigung soll sie erneut beprobt werden. Damit wird überprüft, ob die gesetzten Maßnahmen erfolgreich waren.

Ob diese Kühlanlage tatsächlich die Quelle des aktuellen Ausbruchs ist, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Die Untersuchungen laufen weiter.

Zweite Anlage offenbar nicht verantwortlich

Bereits zu Beginn der Woche waren auch in einer weiteren Kühlanlage eines Unternehmens im Industriegebiet östlich der A7 Legionellen entdeckt worden.

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Mittlerweile konnten die Erreger genauer untersucht und typisiert werden. Nach dem derzeitigen Stand gibt es keinen mikrobiologischen Hinweis darauf, dass die dort gefundenen Legionellen mit dem aktuellen Ausbruch im Großraum Linz zusammenhängen.

Diese Einschätzung stimmt laut den Behörden auch mit der technischen und epidemiologischen Bewertung überein.

Das musst du über Legionellen wissen

Legionellen kommen von Natur aus in geringer Konzentration im Wasser vor. Unter bestimmten Bedingungen können sich die Bakterien allerdings stark vermehren – etwa bei großer Hitze, in Warmwasseranlagen großer Gebäude oder in künstlichen wasserführenden Systemen.

Eine Infektion kann die sogenannte Legionärskrankheit auslösen. Dabei handelt es sich um eine schwere Form der Lungenentzündung, die mit Antibiotika behandelt werden muss.

Es gibt allerdings auch mildere Verläufe ohne Lungenentzündung. Das sogenannte Pontiac-Fieber klingt meist innerhalb von zwei bis fünf Tagen von selbst ab. Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucherinnen und Raucher.

So steckt man sich mit Legionellen an

Die Legionärskrankheit, auch Legionellose genannt, ist eine schwere Form der Lungenentzündung und kann tödlich verlaufen. Legionellen kommen natürlicherweise im Boden und im Wasser vor.

Wichtig zu wissen: Eine Ansteckung erfolgt insbesondere dann, wenn Wasser mit Legionellen fein zerstäubt wird und dieser Wassernebel eingeatmet wird.

Besonders gefährdet sind unter anderem ältere Menschen, Raucher, Menschen mit geschwächtem Immunsystem sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder chronischen Lungenerkrankungen.

Wasser trinken ist grundsätzlich keine Gefahr

Wer sich wegen des Trinkwassers Sorgen macht, für den gibt es eine wichtige Information: Durch das Trinken von legionellenhaltigem Wasser besteht grundsätzlich keine Infektionsgefahr. Die Bakterien werden im Magen inaktiviert.

Entscheidend ist vielmehr, das Einatmen von Wassernebel mit Legionellen zu vermeiden.

Das Risiko lässt sich zudem durch den richtigen Umgang mit Wasserinstallationen reduzieren. Nach längeren Standzeiten, etwa nach einem Urlaub, sollte das Wasser ausreichend aus den Leitungen ablaufen. Auch geeignete Warmwassertemperaturen und die regelmäßige Wartung der Wasserinstallationen sind wichtig.

{title && {title} } red, {title && {title} } 29.08.2026, 12:06