Die Generalprobe für Lionel Messis letztes Länderspiel wird zur klaren Angelegenheit. Argentinien fertigt Burkina Faso in Buenos Aires mit 7:0 ab und schießt sich damit für den emotionalen Abschied seines Superstars warm.
Für die Gäste stand die Partie allerdings schon vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern. Burkina Faso landete erst fünf Stunden vor Spielbeginn in Buenos Aires. Der ursprünglich geplante Charterflug aus Marokko musste wegen technischer Probleme abgesagt werden.
Die verspätete Ankunft hatte auch Auswirkungen auf den Kader. Zahlreiche Stammspieler traten die Weiterreise nach Argentinien gar nicht mehr an, weshalb Burkina Faso vorwiegend mit jungen Spielern auflaufen musste.
Argentinien kannte dennoch keine Gnade. Lautaro Martinez eröffnete bereits in der vierten Minute das Schützenfest, vier Minuten später unterlief Moumoune Diallo ein Eigentor.
Gianluca Prestianni (12.), Nico Paz (35.) und Julian Alvarez (36.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Franco Mastantuono erhöhte nach dem Seitenwechsel auf 6:0, Guiliano Simeone setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.
Teamchef Lionel Scaloni zollte dem Gegner nach der schwierigen Anreise großen Respekt. "Ich möchte denjenigen aus Burkina Faso aufrichtig danken, die gekommen sind", sagte er. "Sie ehren den Fußball, und wir haben versucht, dieses Spiel so zu bestreiten, als wäre es ein Finale. Denn nur so wird diesen Spielern der Respekt entgegengebracht, den sie verdienen."
Einer fehlte beim Torfestival noch: Lionel Messi. Der 39-Jährige war am Freitag in Buenos Aires angekommen, kam gegen Burkina Faso aber nicht zum Einsatz. Am Dienstag gehört die Bühne dann ganz ihm. Gegen Benin soll Messi sein 208. und gleichzeitig letztes Länderspiel für Argentinien bestreiten. "Es wird für alle ein unvergesslicher Tag werden. Ich bin dankbar, ein Teil davon zu sein", blickt Scaloni dem Abschied seines Kapitäns entgegen.