Das muss man können

Job frei: So kannst du Sportdirektor beim ÖFB werden

Der ÖFB sucht nach dem Aus von Peter Schöttel einen neuen Sportdirektor.Der künftige Sportchef soll den Fußball grundlegend mitgestalten.
Sport Heute
04.10.2026, 09:06
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Der ÖFB hat die Suche nach einem Nachfolger für den abgesetzten Sportdirektor Peter Schöttel gestartet. Das Anforderungsprofil zeigt: Der Verband sucht nicht nur einen klassischen Sportchef, sondern eine Führungspersönlichkeit, die den österreichischen Fußball auf mehreren Ebenen neu ausrichten soll. "Heute" zeigt alle Anforderungen die der ÖFB an den neuen Sportdirektor hat.

Der neue Sportdirektor oder die neue Sportdirektorin soll die strategische, organisatorische und sportliche Verantwortung für den heimischen Fußball übernehmen – vom Breitensport über die Talenteförderung bis hin zu den Nationalteams. Dabei soll die künftige Führungskraft eng mit den Landesverbänden, der Bundesliga sowie UEFA und FIFA zusammenarbeiten.

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Eine der zentralen Aufgaben ist die Entwicklung einer langfristigen Sportstrategie. Konkret soll die neue sportliche Führung maßgeblich an der "Sportstrategie 2027+" mitarbeiten und daraus konkrete Maßnahmen ableiten. Das erklärte Ziel: Österreichs Nationalteams sollen sich regelmäßig für internationale Endrunden qualifizieren.

Auch der ÖFB-Campus in Wien-Aspern spielt in den Plänen eine wichtige Rolle. Dieser soll als Leistungszentrum für sämtliche Nationalteams weiterentwickelt werden. Gleichzeitig verlangt der Verband ein durchgängiges sportliches Konzept für Männer-, Frauen- und Nachwuchsteams.

Eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Teamchefs gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich. Der neue Sportdirektor soll als fachlicher Sparringpartner fungieren und unter anderem bei Scouting, sportlichem Controlling und übergreifenden Prozessen mitwirken. Vom Nachwuchs bis zu den A-Nationalteams sollen zudem einheitliche Spielprinzipien etabliert werden.

Großes Augenmerk legt der ÖFB auf die Talenteförderung. Die Nachwuchsarbeit soll auf ein neues Qualitätsniveau gehoben und durch langfristige Entwicklungsprogramme ergänzt werden. Gleichzeitig sollen Frauen- und Breitensport weiterentwickelt werden.

Das Anforderungsprofil ist entsprechend umfangreich. Gesucht wird eine Person mit langjähriger Management- und Führungserfahrung sowie umfassender Kenntnis professioneller Fußballstrukturen. Fundiertes Wissen über den österreichischen Fußball und internationale Strukturen von UEFA und FIFA werden ebenso vorausgesetzt wie ein belastbares Netzwerk.

Erfahrung im Profifußball allein reicht allerdings nicht. Auch Frauen- und Breitenfußball, Trainerausbildung, Talenteförderung und moderne High-Performance-Systeme sollen der künftigen sportlichen Leitung vertraut sein. Eine anerkannte Sportmanagement-Ausbildung beziehungsweise eine fußballspezifische Qualifikation wie das UEFA-Pro-Diplom bezeichnet der Verband als wünschenswert.

Persönlich sucht der ÖFB eine Führungskraft mit unternehmerischem Denken, Integrität und Durchsetzungsvermögen. Gleichzeitig soll sie unterschiedliche Interessen innerhalb der föderalen Verbandsstruktur zusammenführen können. Ein weiterer Punkt sticht dabei hervor: Neue Beziehungen sollen ausdrücklich "ohne Abhängigkeit von bestehenden Interessensnetzwerken" aufgebaut werden.

Der ÖFB beschreibt die ideale Besetzung deshalb als "strategische:n Architekt:in des österreichischen Fußballs". Gesucht wird eine Person, die Veränderungen aktiv vorantreibt, Bundesliga und Landesverbände enger zusammenführt und unabhängig von traditionellen Netzwerken neue Impulse setzt.

Damit soll Schöttels Nachfolger oder Nachfolgerin deutlich mehr als die sportlichen Belange des Männer-Nationalteams verantworten. Die Position soll zu einer zentralen Schaltstelle für die zukünftige Entwicklung des gesamten österreichischen Fußballs werden.

red,04.10.2026, 09:06