"Noch nie jemanden gesehen..."

Argentinien-Trainer adelt Messi vor großem Abschied

Lionel Messi sagt Argentinien Lebewohl. Der 39-jährige Superstar bestreitet sein letztes Länderspiel. Im Vorfeld huldigte sein Trainer La Pulga.
Sport Heute
06.10.2026, 17:36
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Eine Fußball-Nation sagt ihrem größten Star Lebewohl. Am Dienstag betritt Lionel Messi gegen Benin ein letztes Mal im Argentinien-Trikot den Rasen. Im Estadio Monumental in Buenos Aires wird der 39-Jährige einen großen Abschied bekommen.

Scaloni schwärmt von Messi

Für Teamchef Lionel Scaloni wird es ein ganz besonderer Abend. "Messi hinterlässt etwas Einzigartiges", sagt er. "Wir müssen weiterspielen, aber das Gefühl, ihn auf dem Platz zu haben, ist einzigartig. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der auf einem Fußballplatz das vermittelt, was er vermittelt, und genau das werden wir vermissen."

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Dabei hebt Scaloni nicht nur Messis außergewöhnliche Fähigkeiten am Ball hervor. Vor allem dessen Verhalten innerhalb der Mannschaft habe Eindruck hinterlassen.

"Er ist ein unglaubliches Beispiel. Der Erste, der kommt, der Letzte, der geht, wie er auf sich achtet, wie er jedes Spiel angeht." Sein Fazit fällt entsprechend emotional aus: "Er hat etwas Unvergleichliches hinterlassen – oder hinterlässt es gerade, denn er hat noch ein Spiel."

Eine Karriere für die Geschichtsbücher

Die Zahlen zeigen, welche Ära am Dienstag endet. Messi führte Argentinien 2022 zum WM-Titel, stand auch 2014 und 2026 im WM-Finale und gewann 2021 sowie 2024 die Copa América. Bereits 2008 holte er Olympia-Gold.

Nach seinem letzten Auftritt wird der achtmalige Ballon-d'Or-Sieger bei 208 Länderspielen und 125 Toren halten – beides Rekorde für Argentinien. Zudem ist Messi der erste Mann, der bei drei WM-Endspielen von Beginn an auf dem Platz stand.

Weltmeister kommen zum Abschied

Für sein letztes Länderspiel bekommt Messi noch einmal zahlreiche Weggefährten an seine Seite. Fast die gesamte Weltmeister-Mannschaft von Katar 2022 wird im Monumental erwartet. Paulo Dybala, Nahuel Molina und Alejandro Gómez fehlen.

Messi reiste bereits am Freitag mit seiner Familie nach Rosario und stieß am Sonntag zum Nationalteam. In den vergangenen Tagen absolvierte er seine letzten Trainingseinheiten mit der "Albiceleste".

Auch Nicolás Otamendi, Giovani Lo Celso und Rodrigo De Paul trainierten mit der Mannschaft und sollen gegen Benin in der Startelf stehen. Für Otamendi wird es ebenfalls einer der letzten Auftritte sein, nachdem er seinen Rücktritt nach der WM 2026 angekündigt hatte.

So geht es ohne Messi weiter

Nach dem Abschied beginnt für Argentinien eine völlig neue Zeitrechnung. Erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten muss die Mannschaft dauerhaft ohne ihren Superstar auskommen.

Scaloni blickt der neuen Ära dennoch optimistisch entgegen. "Die argentinische Nationalmannschaft wird weiterbestehen. Wir werden auf einem hohen Niveau bleiben, daran habe ich keinen Zweifel." Der Teamchef verhandelt derzeit selbst über eine Vertragsverlängerung um weitere vier Jahre. Das erste große Turnier ohne Messi wartet 2028 bei der Copa América.

red,06.10.2026, 17:36