David Alaba ist endgültig in Italien angekommen! Am Dienstag wurde der ÖFB-Star offiziell als Neuzugang von Udinese Calcio präsentiert. Nach seinem Abschied von Real Madrid soll der 34-Jährige beim Serie-A-Klub zum neuen Abwehrchef werden.
Im schwarzen Smoking zeigte sich Alaba bei seiner Vorstellung voller Vorfreude. "Vielen Dank an alle für diese tolle Möglichkeit und diesen herzlichen Empfang! Ich habe mich sofort wie zu Hause gefühlt. Ich kann es kaum erwarten, loszulegen", erklärte der Wiener.
Entscheidend für seinen Wechsel nach Udine war vor allem Coach Kosta Runjaic. "Ich habe hauptsächlich mit dem Trainer gesprochen, der mich von dem Projekt hier überzeugt hat", verriet Alaba über den Austausch mit dem ebenso in Wien geborenen Coach. Udinese sei ein "traditionsreicher Verein" und ein "historischer Klub". Auch körperlich fühlt sich der ÖFB-Star bestens: "Ich bin bereit, zu spielen!"
Alaba hatte nach seinem Vertragsende bei Real Madrid einen langen Transfer-Sommer hinter sich. Zahlreiche Klubs aus Europa sowie Vereine aus den USA und Saudi-Arabien wurden mit ihm in Verbindung gebracht. Auch eine Rückkehr zur Wiener Austria war laut seinem Vater George ein Thema. Vor rund zwei Wochen unterschrieb Alaba schließlich bei Udinese einen Vertrag bis zum Juni 2027.
Der Wechsel soll ihm auch die Tür zurück ins österreichische Nationalteam öffnen. Wegen seiner langen Vereinslosigkeit wurde Alaba für die ersten vier Nations-League-Spiele nicht nominiert. "Ich stehe ständig mit Ralf Rangnick in Kontakt, wir haben ein ausgezeichnetes Verhältnis", sagt der Verteidiger. Er glaube, dass ihm Udinese helfen werde, "wieder in die Spur zu finden".
Und sein neuer Klub kann Alabas Erfahrung dringend gebrauchen. Udinese kassierte in den ersten fünf Liga-Runden bereits elf Gegentore und hält bei vier Punkten auf Rang 13. Zudem fallen mit Oumar Solet und Matteo Palma zwei Verteidiger verletzt aus. Alaba will dabei nicht nur auf dem Platz vorangehen, sondern als Routinier auch die Rolle des "großen Bruders" innerhalb der Mannschaft übernehmen.