Massive Belastung

Arsen im Trinkwasser! 140 Haushalte betroffen

Im Leitungswasser der steirischen Gemeinde Ranten wurde eine massive Belastung mit Arsen festgestellt. Das Wasser darf nicht getrunken werden.
Newsdesk Heute
25.11.2025, 17:37
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In der steirischen Gemeinde Ranten (Bezirk Murau) sorgt eine Routineüberprüfung der Wasserversorgung für große Sorge: Bei einer Kontrolle wurde eine massive Arsenbelastung festgestellt – weit über dem gesetzlich erlaubten Grenzwert. Das Leitungswasser ist für den Verzehr daher nicht geeignet.

In den Ortsteilen Seebach und Ratschfeld zeigte die Analyse 31 Mikrogramm Arsen pro Liter – der Grenzwert liegt bei zehn Mikrogramm. Bürgermeister Franz Kleinferchner warnt gegenüber der "Krone" eindeutig: "Das Wasser darf natürlich nicht getrunken werden."

Was ist Arsen?

Arsen ist ein natürlich vorkommendes Halbmetall, das im Boden, in Gestein und im Wasser vorkommt. In sehr geringen Mengen kann es überall in der Umwelt zu finden sein.

Arsen ist giftig. Nimmt ein Mensch über längere Zeit zu viel davon auf – zum Beispiel über Trinkwasser – kann es:

▶ Die Organe schädigen (v. a. Leber, Nieren)

▶ Das Nervensystem beeinträchtigen

▶ Zu Hautveränderungen führen

▶ Langfristig sogar das Krebsrisiko erhöhen

Deshalb gibt es strenge Grenzwerte im Trinkwasser, und bei Überschreitungen gilt sofort: nicht trinken!

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Ergebnisse wurde die Bevölkerung informiert. "Wir haben sofort die Bevölkerung informiert, sämtliche relevante Angaben wurden auf der Gemeindehomepage veröffentlicht, zudem sind wir alle betroffenen Haushalte persönlich abgefahren", so Kleinferchner.

140 Haushalte betroffen

Rund 140 Haushalte der knapp 1.200 Einwohner großen Gemeinde sind betroffen und müssen nun auf Flaschenwasser umsteigen. Zusätzlich steht im Feuerwehr-Rüsthaus eine kostenlose Trinkwasser-Ausgabestelle zur Verfügung.

Ursache unklar

Wie das Arsen ins Wasser gelangt ist, wird derzeit untersucht. Der Bürgermeister hält eine natürliche Ursache für möglich: "Vermutlich stammt das Arsen aus der Quelle beziehungsweise aus dem umliegenden Gestein. Sobald wir genau wissen, wo das Problem liegt, leiten wir technische Maßnahmen ein."

"Wird sehr selten gefunden"

Bereits geplant ist der Einsatz einer speziellen Wasseraufbereitungsanlage, die – so die Hoffnung – bereits kommende Woche geliefert werden könnte. Wie lange das belastete Wasser konsumiert wurde, lässt sich nicht genau feststellen. "Bei der letzten Kontrolle im Sommer war noch alles in Ordnung", sagt der Bürgermeister.

Wasserhygiene-Spezialist Georg Harb von der Med Uni Graz betont gegenüber der "Krone", dass derartige Funde nicht die Regel sind: "Arsen gehört zu den Halbmetallen und wird bei Untersuchungen nur sehr selten gefunden." Eine geologische Ursache sei durchaus möglich.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 25.11.2025, 18:20, 25.11.2025, 17:37
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