"Lässt sich nicht berühren"

Arzt-Termin endet für Österreicherin im Albtraum

Nach einem Termin in einer St. Pöltner Ordination klagt eine 44-jährige Frau über massive Demütigung und psychische Folgen.
André Wilding
04.04.2026, 13:51
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Was als Routineuntersuchung begann, endete für eine 44-jährige Frau aus dem Tullnerfeld laut "Kronen Zeitung" in einem Albtraum. Sie suchte eine Ordination in St. Pölten für eine Blasenspiegelung auf - doch der Ablauf soll sie nachhaltig traumatisiert haben.

Über einen längeren Zeitraum musste die Patientin laut Schilderung ungeschützt auf dem Untersuchungsstuhl warten. Ohne Abdeckung, mit gespreizten Beinen und mit Blick Richtung Eingang sei sie dort rund 50 Minuten gelegen - allein und zunehmend verunsichert, berichtet die Tageszeitung.

Fremder Mann betrat Raum

Dann der Schock: Die Tür öffnete sich plötzlich und ein wartender Mann betrat den Raum. Auch von außen sollen Einblicke möglich gewesen sein. Für die Frau ein Moment, der sich tief eingebrannt habe, so die "Krone".

Zusätzlich berichtet sie von starken Schmerzen während der Untersuchung, die ihrer Darstellung nach nicht ausreichend betäubt durchgeführt worden sei.

Die behandelnde Urologin war an diesem Tag nicht vor Ort, soll sich aber mehrfach entschuldigt haben. Die Folgen für die Patientin seien gravierend. "So etwas darf nicht passieren – meine Frau ist daran zerbrochen und lässt sich nicht einmal mehr von mir berühren", schildert ihr Ehemann gegenüber der Tageszeitung.

"Opfer steht Schmerzensgeld zu"

Er wandte sich in der Folge auch an die Ärztekammer. Auch rechtlich könnte der Fall nun Konsequenzen haben. Der von der "Krone" konsultierte Anwalt Dr. Alfred Boran hält unmissverständlich fest:

"Der Fall dieser Frau zeigt auf beklemmende Weise, wie verletzlich Patienten sind – und wie entscheidend es ist, dass Würde, Schutz und Respekt in jedem Moment gewahrt bleiben. Dem Opfer steht jedenfalls Schmerzensgeld zu."

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