Verstappen bekommt in der kommenden Saison einen neuen Teamkollegen, und das ist keine Überraschung. Wie der Rennstall am Dienstagnachmittag bekannt gab, wird der bisherige Racing-Bulls-Fahrer Isack Hadjar nach einer starken Debütsaison in der Formel 1 zu Red Bull hochgezogen. Beim zweiten Team des Energydrink-Imperiums behält Liam Lawson seinen Platz, bekommt mit Arvid Lindblad einen talentierten Rookie zur Seite gestellt.
Lawson startete die aktuelle Saison als zweiter Pilot neben Verstappen bei Red Bull, wurde aber schon nach nur zwei Rennen zu den Racing Bulls zurückgeschickt, während Tsunoda seine Chance erhielt, diese aber kaum nutzen konnte. Er holte nur 33 Pünktchen – Verstappen im Vergleich dazu aktuell 396. Besser als Rang sechs in Aserbaidschan klassierte sich der 25-Jährige nie.
Deshalb kommt nach fünf Saisonen als Stammpilot in der Formel 1 nun das Aus. Tsunoda erhielt auch bei den Racing Bulls nicht mehr die Chance, muss stattdessen ins zweite Glied zurück rücken, ist 2026 als Test- und Ersatzfahrer beim Formel-1-Team eingeplant.
Tsunoda war stets vom japanischen Motorenlieferanten Honda unterstützt worden. Es war auch der Autobauer, der hinter Tsunodas Beförderung als Lawson-Ersatz stand. Red Bull bastelt mit Honda gerade an einem neuen Deal. Doch auch dieser rettete den japanischen Formel-1-Fahrer nicht.
Zur Erinnerung: Honda, aktuell Motorenpartner der beiden Bullen-Teams, wechselt 2026 zu Aston Martin, während Red Bull und die Racing Bulls auf die hauseigenen Motren, die in Zusammenarbeit mit Ford entwickelt werden, baut. Trotzdem braucht Red Bull noch die Hilfe der Japaner – nämlich für sogenannte TPC-Tests, also Ausfahrten mit zumindest zwei Jahre alten Autos. Diese müssen weiterhin mit Honda-Motoren betrieben werden. Die kosten dafür sind Verhandlungssache.
Red Bulls Motorsport-Berater Helmut Marko erklärte jüngst in Katar, dass sich der Rennstall und Honda in finalen Gesprächen befinden, so der Grazer bei "Formel1.de". Die Antwort des 82-Jährigen auf die Frage, ob auch Tsunoda Teil des Deals sein könnte: "Es gibt verschiedene Wege, solche Probleme zu lösen."
Womöglich ist Hondas Motorenunterstützung für die Tests mit alten Autos der Grund, warum Tsunoda immerhin in der Ersatzfahrerrolle beim Rennstall bleiben darf.