Obdachlos in Russland

"Auf Straße geschlafen" – Kneissl schockiert alle

Ex-Außenministerin Karin Kneissl sorgt erneut für Aufsehen. Nach ihrer Auswanderung nach Russland habe sie auf der Straße geschlafen.
20.10.2026, 17:46
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Zuletzt sorgte Österreichs Ex-Außenministerin Karin Kneissl (61) in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur "RIA Nowosti" für Aufsehen. Wie bereits berichtet, wolle sie sich nicht widersetzen, wenn ihr die österreichische Staatsbürgerschaft entzogen werde. "Dann soll es so sein", wird die ehemalige Politikerin zitiert.

Nun hat sie gegenüber dem russischen Nachrichtenportal "360.ru" mit einer weiteren brisanten Aussage aufhorchen lassen. Demnach sei sie nach ihrer Auswanderung nach Russland obdachlos gewesen. Kneissl berichtete von ihrem schweren Start in ihrer neuen Heimat.

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Schwere Zeit dank Hunden durchgestanden

Der besagte Vorfall geht auf den Sommer 2023 zurück. Obwohl sie bereits an der Universität in Sankt Petersburg arbeitete, wollte sie aufs Land ziehen. Daher kam sie damals im August mit einem gemieteten Auto, zwei Koffern und zwei Hunden in einem Dorf nahe der russischen Stadt Kasimow an.

Dort habe die 61-Jährige eine Ziege entdeckt, die den Anschein machte, als wolle sie zu Kneissl "herzlich willkommen" sagen. So fasste die Ex-Außenministerin den Entschluss, dort zu bleiben. Schön dürfte die Anfangszeit in ihrer neuen Heimat allerdings nicht gewesen sein. "Als ich überlebt habe auf der Straße, als ich auf einer Matratze direkt auf der Straße geschlafen habe, habe ich das nur dank meinen Hunden durchgestanden", so die Ex-Politikerin gegenüber "360.ru".

Schwere Zeit auch im Libanon

Die tierischen Begleiter sind der 61-Jährigen besonders wichtig und hätten sie schon durch andere schwierige Situationen gebracht. Auch im Libanon sei sie ohne Strom gewesen, während Bomben eingeschlagen hätten. Dennoch wären die Hunde an ihrer Seite gewesen. So auch in Sankt Petersburg, wo Kneissl drei Monate im Rollstuhl gesessen sei.

Seit 2024 wohnt die Ex-Außenministerin in einem Haus in der Oblast Rjasan. Ihr neues Domizil ziert auch ein Foto von Kreml-Chef Wladimir Putin. Kneissl lebt dort mit Hunden, Hühnern, Ponys und einem Pfau, der "Salvatore Ferragamo" heißt. Sie könne nun nur um ihrer selbst willen weitermachen, erklärte die 61-Jährige. Dabei wolle sie einen "klaren Verstand bewahren und nett sein. Aber nicht zu sehr".

Leiterin von russischem Thinktank

Kneissl war von 2017 bis 2019 österreichische Außenministerin und wurde damals von der FPÖ für das Amt nominiert. International sorgte sie unter anderem für Schlagzeilen, als sie Putin 2018 zu ihrer Hochzeit in die Steiermark einlud und sich vor ihm verbeugte.

Kritiker werfen der ehemaligen Politikerin vor, im Dienste der russischen Propaganda zu stehen. Aktuell leitet Kneissl den Thinktank "Gorki-Zentrum". Zuvor hatte die Ex-Außenministerin im September 2020 wegen "anhaltender Morddrohungen und eines faktischen Arbeitsverbots" Österreich verlassen. Zuerst ging es nach Frankreich, danach in den Libanon und schlussendlich nach Russland.

red, 20.10.2026, 17:46
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