Nach SPÖ-Beben

"Europa droht Tsunami" – Zeiler gründet Polit-Institut

Erst brachte Gerhard Zeiler die SPÖ-Spitze ins Wanken. Jetzt gründet der Medienmanager ein Institut und warnt eindringlich vor Europas Zukunft.
20.10.2026, 14:04
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Gerhard Zeiler sorgt wieder für Aufruhr in Österreich. Zuletzt löste der 71-Jährige ein gewaltiges Beben in der SPÖ aus. Die Folge: Parteichef Andreas Babler soll sich in den kommenden Monaten schrittweise von der Parteispitze zurückziehen.

Jetzt kündigt der Medienmanager seinen nächsten Schritt an: Er gründet das "Institut 2035". Damit will er Antworten auf die größten Herausforderungen Europas finden – offenbar eine Art Thinktank.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Auf Europa rollt ein Tsunami zu"

Die Ankündigung beginnt mit einer eindringlichen Warnung: "Auf Europa rollt ein Tsunami zu. Wir können ihn sehen, aber wir nehmen ihn viel zu wenig ernst."

Zeiler zeichnet ein düsteres Bild: Der Klimawandel verändert die Lebensbedingungen, die Bevölkerung wird älter, es werden zu wenige Kinder geboren. Gleichzeitig könnte künstliche Intelligenz zahlreiche Arbeitsplätze verändern oder verschwinden lassen.

Dazu kommen der Krieg in der Ukraine, hohe Energiekosten und wirtschaftliche Unsicherheit. "Europa hat einige Grundlagen seines Wohlstands und seiner Wirtschaftsdynamik verloren", schreibt Zeiler.

Was wird aus Pensionen und Arbeitsplätzen?

Mit seinem neuen Institut will der frühere ORF-Chef nicht nur Probleme aufzeigen, sondern konkrete Lösungen entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die Millionen Menschen betreffen: Wie bleiben Pensionen und Gesundheitsversorgung finanzierbar? Welche Jobs verschwinden durch künstliche Intelligenz? Und wie kann Europa wirtschaftlich wieder stärker werden?

Dafür will Zeiler mit jungen Menschen, Wissenschaftlern und Fachleuten aus der Praxis zusammenarbeiten. Das Institut finanziert er nach eigenen Angaben vollständig selbst – ohne Förderungen oder Sponsoren.

"Wird Europa ein Museum?"

Der Name "Institut 2035" ist bewusst gewählt. Für Zeiler werden die kommenden neun Jahre darüber entscheiden, welchen Platz Europa künftig in der Welt einnimmt.

"Spätestens 2035 wird sich zeigen, ob Europa ein Museum ist, ein Zulieferer für Amerika und China oder ein starker, eigenständiger Wirtschaftsraum", warnt er.

Ergebnisse in 6 Monaten

Erste Ergebnisse will der Thinktank in rund sechs Monaten präsentieren. Auch die Bevölkerung soll sich beteiligen können: Zeiler ruft Menschen dazu auf, eigene Verbesserungsvorschläge einzuschicken. Er kündigt an, die Ideen persönlich zu lesen.

POM, Akt. 20.10.2026, 14:13, 20.10.2026, 14:04