Der Auftritt von (Noch-)SPÖ- Chef Andreas Babler nach dem Krisengipfel mit den Ländern hat mehr Fragen offengelassen als beantwortet. "Heute" klärt auf:
Gremien tagen am Donnerstag Bei einem Treffen von Bundesparteipräsidium und -vorstand am Nachmittag im Parlament werden Klubchef Kucher und Frauenministerin Holzleitner offiziell zu "geschäftsführenden Bundesparteivorsitzenden" bestellt – de facto also zu Aufpassern für Babler.
Marterbauer nicht dabei Der Finanzminister, der Babler zum Jahreswechsel als Vizekanzler ablösen soll, fehlt bei diesen Sitzungen. Er sitzt zwar im Vorstand, ist aber an diesem Tag im Ausland.
Babler ab Jahreswechsel nicht mehr Parteichef Dann übernehmen Kucher und Holzleitner alleine. Ihre Aufgabe: einen Parteitag vorbereiten, auf dem der neue Parteichef gewählt wird.
Statuten-Frage Eigentlich sieht das – von Babler geschnitzte – Parteistatut keine Doppelspitze vor. Bei Übergangslösungen ist sie sehr wohl möglich.
Parteitag im Frühjahr Auch um den Termin für den Parteitag gab es zunächst Verwirrung. Tatsächlich soll der jetzt im Frühjahr stattfinden.
Arbeitsteilung Kucher und Holzleitner sollen die Partei in Teamarbeit führen, heißt es zu "Heute" – Kucher eher Richtung Regierung, Holzleitner parteiintern.
Plan B bei Marterbauer-Nein Den gibt es nicht. Marterbauer entscheide eigenständig zum von ihm gewählten Zeitpunkt.