SPÖ-Mann fordert Rücktritt

Aufregung um Schulkinder-Posting von FPÖ-Politiker

Ein Instagram-Posting mit den Vornamen von Erstklässlern sorgt weiter für heftigen Wirbel. Die SPÖ fordert den Rücktritt des FPÖ-Politikers.
Newsdesk Heute
21.09.2026, 14:43
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Vergangene Woche gab es große Aufregung um ein Instagram-Posting des Innsbrucker FPÖ-Gemeinderats und Vizeklubchefs Fabian Walch. Darin veröffentlichte er ein Foto, worauf eine Namensliste von Kindern einer Innsbrucker Pflichtschule zu sehen war. Nachnamen und weitere Angaben waren geschwärzt, die Vornamen blieben jedoch lesbar.

Vor allem um Namen wie Mohamad, Mustafa, Jamal und Melek dürfte es Walch dabei gegangen sein. Der FPÖ-Politiker schrieb nämlich Folgendes darunter: "Dass wir in Innsbruck zur Minderheit in unserer eigenen Stadt werden, ist die Realität, wenn wir nicht endlich mit der Remigration beginnen."

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"Unfassbare Grenzüberschreitung"

Seitens der politischen Mitbewerber war die Kritik groß. So sprachen die Tiroler Grünen etwa von "Rassismus in Reinkultur". Sowohl Integrationssprecherin Zeliha Arslan als auch Klubobmann Dejan Lukovic forderten gegenüber dem ORF den Rücktritt von Walch. Die Innsbrucker Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr (SPÖ) bezeichnete das Posting als "völlige Entgleisung". Nun meldete sich eine weitere kritische Stimme aus Tirol zu Wort.

Wie der "ORF Tirol" berichtet, handelt es sich dabei um den Tiroler Nationalrat Bernhard Höfler (SPÖ). Auch er forderte nun den Rücktritt Walchs. Der Sozialdemokrat sprach von einer "unfassbaren Grenzüberschreitung" und wies darauf hin, dass es sich bei den Betroffenen um Erstklässler handelt und nicht um den "politischen Gegner". Kinder sollten nicht für "irgendeinen Kulturkampf" missbraucht werden.

Konsequenzen gefordert

Als Reaktion auf die Kritik hatte Walch sein Posting bereits mit einer Klarstellung versehen. Darin hieß es, dass er mit Remigration "nicht die Deportation von Kindern" gemeint hätte. Er habe "Illegale und straffällig gewordene Ausländer" gemeint. Diese Darstellung wollte Höfler ihm nicht durchgehen lassen.

"Dann soll mir Herr Walch erklären, warum er dafür die Namen von Kindern braucht", so der Rote. Die Erstklässler hätten mit Illegalen oder straffälligen Ausländern nichts zu tun. "Hier wurden Kinder aufgrund ihrer Namen herausgegriffen, um eine politische Botschaft zu transportieren", so Höfler. Dies sei nicht zu akzeptieren.

Der Sozialdemokrat forderte, dass FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger nun Verantwortung übernehme. Walch müsse laut dem Roten zurücktreten. Abwerzger verwies am Freitag auf die Stellungnahme von Walch und wollte sich gegenüber dem "ORF Tirol" nicht näher äußern.

red,Akt. 21.09.2026, 14:47, 21.09.2026, 14:43