"Demoliere dir Gesicht"

Aus Häf'n entlassen, dann Baby fast tot geschüttelt

Ein Deutscher (35) soll in Wien seine Freundin (38) misshandelt, seine Tochter fast getötet haben. Das Baby überlebte. Nun startet der Prozess.
Christian Tomsits
16.02.2026, 05:45
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Dramatische Minuten im vergangenen Frühling um ein erst neun Wochen altes Mädchen in Wien. Das Baby wurde am 28. Mai 2025 von seinen Eltern wegen Krampfanfällen in die Klinik Ottakring gebracht. Dort stellten Mediziner jedoch Hirnblutungen und mehrfache Rippenbrüche fest, der Säugling kam mit Blaulicht und Sirenen ins AKH, wurde dort gleich notoperiert – Verdacht auf Schütteltrauma!

Während das kleine Mädchen zum Glück überlebte und nach Wochen zu Kriseneltern kommen konnte, klickten für die Eltern (35, 38) wegen versuchten Mordes die Handschellen.

Das Paar kam (getrennt) in U-Haft. Auch die Mutter ist angeklagt, sie soll dem Baby nicht geholfen haben, steht daher wegen Beitragstäterschaft vor Gericht.

Der Deutsche soll die Frau schon während der Schwangerschaft misshandelt haben. So schlug er ihr laut der nun vorliegenden Anklage etwa ins Gesicht oder gegen den Körper, trat ihr gegen die Beine und würgte sie zumindest zweimal mit beiden Händen, "sodass sie zumindest einmal kaum mehr Luft bekam". Außerdem soll er der Schwangeren gegen den Bauch getreten und gedroht haben, er werde sie das nächste Mal so schlagen, dass er ihr "Gesicht demoliere".

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Am Montag muss sich der 35-jährige Beschuldigte, der seinen Angaben zufolge seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hatte und sich nur zeitweise in Österreich aufhältig war, vor Geschworenen wegen versuchten Mordes verantworten. Der Deutsche hatte erst kürzlich eine dreijährige Haftstrafe in der Justizanstalt Stein (NÖ) abgesessen, wurde 2024 erst entlassen – nun drohen ihm mit einer lebenslangen Haftstrafe viele weitere Häf‘n-Jahre. Die Unschuldsvermutung gilt.

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