Betrifft Wien-Reisende

Ausfälle, Streckensperre – neue Bauarbeiten angekündigt

An der Südbahn wird die kommenden Monate intensiv gearbeitet, um die Strecke zukunftsfit zu machen. Das hat große Auswirkungen.
Newsdesk Heute
20.02.2026, 16:32
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Die Südbahn über den Semmering war die erste normalspurige Gebirgsbahn in Europa und ist schon über 170 Jahre alt. Schon in dreieinhalb Jahren sollen die meisten Züge stattdessen durch den neuen Semmering-Basistunnel zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag rollen, doch die alte Strecke wird bis dahin voll beansprucht und soll auch in Zukunft noch Züge sicher transportieren.

Deswegen laufen bereits umfassende Arbeiten zur Revitalisierung, die 2026 fortgesetzt werden. Die topografisch anspruchsvolle Lage, Schnee, Frost und das steigende Verkehrsaufkommen im Personen- und Güterverkehr setzen ihr enorm zu. Schritt für Schritt werden deshalb besonders beanspruchte Stellen saniert.

Monatelange Einschränkungen

Von 14. März, 22:00 Uhr, bis 29. Mai 2026, 05:00 Uhr, kommt es auf der gesamten Südstrecke zwischen Wien und Villach zu Fahrplanänderungen und einer Reduzierung des Zugangebots. Fahrgäste sollten eine längere Fahrtzeit einplanen.

Bei ausgewählten Zügen entfallen die Halte in Semmering und Kapfenberg. Die RJX Linie in Richtung Prag fährt mit geänderten Abfahrtszeiten ab Wien. Auch die Nachtreisezüge sind von Fahrplanänderungen betroffen.

ÖBB-Nahverkehrszüge werden von 15. März bis 28. Mai auf der Semmering-Bergstrecke zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag im Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt. Zudem fahren Nahverkehrszüge zwischen Gloggnitz und Payerbach-Reichenau sowie zwischen Mürzzuschlag und Bruck/Mur zu geänderten Zeiten.

Daran wird gearbeitet

Heuer liegt das Hauptaugenmerk auf der Sanierung des größten und mächtigsten Viadukts "Kalte Rinne". Die Semmeringbahn bleibt während der Bauarbeiten von 14. März bis 28. Mai befahrbar. Die Züge rollen auf einem Gleis an der Baustelle vorbei, während am zweiten Gleis gearbeitet wird.

In akribischer Detailarbeit werden die Gesimssteine, die das Viadukt säumen, abgetragen, die alte Fahrbahnplatte wird entfernt, eine neue Bewehrung verlegt und eine neue Tragwerksplatte betoniert. Es folgt das Anbringen einer Abdichtung, die das Viadukt vor Witterungseinflüssen schützt. Danach werden die beim Abtrag nummerierten Gesimssteine in der richtigen Reihenfolge aufgesetzt und die Brüstungsmauer wiederhergestellt.

Zudem werden 200 Meter Gleise und eine Weiche erneuert, Unterbaumaßnahmen am Gleiskörper durchgeführt und weitere Entwässerungsmaßnahmen gesetzt. Investiert werden in die Maßnahmen auf der Semmering-Bergstrecke im Jahr 2026 rund 20 Millionen Euro. Bis zu 50 Mitarbeiter:innen sind rund um die Uhr an der schwer zugänglichen Baustelle unter Berücksichtigung aller Vorgaben des Denkmalschutzes im Einsatz.

Einschränkungen für Anrainer

Die Eisenbahnkreuzung im Bahnhof Breitenstein ist von 14. März bis 29. Mai 2026 aufgrund der Maßnahmen gesperrt. Während der Arbeiten kann es, auch nachts und am Wochenende, zu Lärm- und Staubentwicklung kommen. Es ist mit erhöhtem LKW-Verkehr zu rechnen. Betroffene Anrainer wurden vorab per Postwurf informiert.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 22.02.2026, 16:09, 20.02.2026, 16:32
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