Yusuf Demir schoss Tabellenführer Rapid am Sonntag im 351. Wiener Derby in der 60. Minute nach einer hart umkämpften Stunde gegen die Austria per Elfmeter in Führung.
Rapids Spieler und die Betreuerbank waren beim Torjubel lautstark zu hören. Warum? Nach dem Skandal-Derby im vergangenen Februar blieb der Auswärtssektor völlig leer. Dass sich die Fans der Hütteldorfer dennoch auf in Richtung Stadion des Erzrivalen gemacht hatten, wurde eine Viertelstunde später deutlich.
Die "Rapid-Viertelstunde" wurde nicht, wie sonst üblich, mit Beifall im Stadion eingeklatscht. Stattdessen zündeten die Rapid-Anhänger vor den Toren der Generali Arena ein Feuerwerk, das auch für die Fans und Spieler im Stadioninneren deutlich zu hören und sehen war.
Die Austria-Fans reagierten mit einem Pfeifkonzert.
Auf dem Feld zeigten sich die Rapid-Kicker nach starken Phasen der Hausherren in dieser Phase deutlich überlegen. Das war bereits seit dem Dosenöffner, dem 1:0 von Demir, der Fall. Gut möglich, dass das Feuerwerk die Kicker des Tabellenführers zusätzlich motivierte.
Das Resultat: Nach einem Rapid-Eckball folgte die Vorentscheidung durch Austria-Slapstick. Tae-Seok Lee sprang der Ball vom Knie ins eigene Tor – 0:2 (82.)!