Salzburg hält vor dem Wiener Derby (17 Uhr Anpfiff, "Heute"-Liveticker) den Druck auf Spitzenreiter Rapid aufrecht. Die "Bullen" feierten am Sonntagnachmittag daheim gegen Lustenau einen 5:1-Heimsieg und übernahmen zumindest vorübergehend die Tabellenführung. Rapid könnte mit einem Sieg wieder auf drei Punkte davonziehen.
Yorbe Vertessen (12.), Frans Krätzig (27.), Tim Drexler (35.), ein Eigentor von Robin Voisine (68.) und Abubakr Barry (82.) sorgten für die Salzburg-Tore. Albin Gashi (91.) konnte mit dem einzigen Lustenautor nur mehr Ergebniskosmetik betreiben.
Sturm droht indes im Meisterrennen immer mehr ins Hintertreffen zu geraten. Die Grazer verhinderten eine Blamage bei Schlusslicht Wolfsberg durch den Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit, holten dank Torjäger Oumar Diakite (95.) noch einen verloren geglaubten Punkt – 1:1.
Das Spiel von Krisenklub WAC gegen die "Blackys" war von Beginn an geprägt von kniffligen Schiedsrichter-Szenen und umstrittenen Entscheidungen. Referee Alain Sadikovski sah nach einem ungeschickten Zweikampf von WAC-Goalie Lior Glicklich kein strafbares Elfmeter-Vergehen. Dann nahm er nach Video-Studium das vermeintliche 1:0 von Sturm zurück. Ein leichter Schubser von Luca Weinhandl war dem Treffer von Belvin Beganovic in der eigenen Hälfte vorausgegangen.
Als Wolfsberg dank des Führungstores von Donis Avdijaj (45.) schon mit dem Sieg liebäugelte, folgte die dritte Szene, die für Diskussionsstoff sorgte: Cheick Diabate sprang der Ball aus kürzester Distanz im eigenen Sechzehner an den Arm – Sadikovski entschied auf Elfmeter. Diakite glich mit dem Schlusspfiff aus.
Wolfsberg bleibt damit im Keller stecken, sammelte den erst sechsten Punkt und hat damit einen Zähler Rückstand auf die Austria.