Gegen Rapid

Austria-Ansage vor Derby: "Sind wir den Fans schuldig"

Die Wiener Austria taumelt durch die Saison. Nach dem Trainerwechsel folgt nun das Wiener Derby gegen den Erzrivalen Rapid.
30.10.2026, 14:03
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Nur Platz elf in der Liga, bloß sieben Punkte aus zehn Spielen und im ÖFB-Cup-Achtelfinale an Hartberg gescheitert – die Wiener Austria erlebte bisher eine absolute Katastrophen-Saison. Die auch Stephan Helm den Trainerjob kostete, er musste nach dem 1:2 in Altach den Hut nehmen. Max Uhlig, bisher Trainer der zweiten Mannschaft Young Violets, hat übernommen, soll die Veilchen zumindest bis Jahresende auf Kurs bringen.

Beim Bundesliga-Debüt gibt es für den 33-Jährigen aber gleich eine echte Bewährungsprobe. Es geht im 351. Wiener Derby gegen den Erzrivalen Rapid, aktuell Tabellenführer und 20 Punkte vor der Austria. Selten war die Favoritenrolle in einem Duell der Wiener Großklubs so klar verteilt, auch wenn Grün-Weiß die letzten vier Spiele gegen die Austria nicht gewinnen konnte, dabei nur einen Punkt holte. Und die Austria der einzige Verein ist, den Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup noch nicht schlagen konnte.

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"Punkte, wo sie nicht so gut sind"

"Die Rollenverteilung ist von außen betrachtet klar, ich sehe es aber als Chance. Es überwiegt die Vorfreude", meinte Mittelfeldspieler Valentino Müller. "Die Vorzeichen sind klar, aber ein Derby hat ein Stück weit eigene Gesetze. Wir trauen uns zu, etwas zu holen. Weil es für den ganzen Verein wichtig ist, das sind wir den Fans schuldig", meinte Austria-Trainer Uhlig. "Ich glaube nicht, dass erwartet wird, dass wir ein perfektes Spiel machen. Aber, dass wir uns zerreißen, dass man sieht, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen. So werden wir es auf jeden Fall angehen", so Uhlig.

Der Abstand sei mit 20 Punkten deutlich. "Wie es leistungsmäßig ausschaut, werden wir am Sonntag sehen. Unser Ziel ist es, den Gap so wenig wie möglich sichtbar zu machen", erklärte der 33-Jährige, kündigte aber auch an, keinesfalls abwartend agieren zu wollen. Für den Gegner gab es durchaus Lob. "Der Trainer hat der Mannschaft eine klare Handschrift aufgedrückt. Sie haben ihren Fußball durchgezogen, es klickt jetzt mehr", so Uhlig, betonte dann aber: "Es gibt Punkte, wo sie nicht so gut sind, wo man sie erwischen kann." Welche das sind, verriet Austrias Interimstrainer freilich nicht.

"Kaum ein besseres Spiel, um Ruder herumzureißen"

Nur so viel: "Es geht darum, dass wir dem Gegner die Stärken nehmen. Wir haben versucht, gute Energie entstehen zu lassen. Es gibt kaum ein besseres Spiel, um da das Ruder herumzureißen. Darauf konzentriere ich mich", schmunzelte Uhlig dann.

Positiv für die Veilchen: Mit dem wieder genesenen Reinhold Ranftl und dem wieder fitten Philipp Wiesinger gibt es zwei weitere Optionen für den Austria-Kader. Dazu hat Uhlig Wilhelm Vorsager, den routinierten Kapitän der Young Violets, hochgezogen. Zumindest Vorsager ist eine ernsthafte Option, erneut in der Startelf zu stehen.

Derweil könnte das Spiel für Uhlig selbst bereits richtungsweisenden Charakter haben. Schließlich ist der 33-Jährige nur bis Jahresende als Austria-Coach bestätigt. "Dadurch, dass es meine erste Woche ist, gleich das zweite Spiel ansteht, habe ich mir da noch keine Gedanken gemacht", meinte der Austria-Trainer. Und betonte: "Für mich ist das ein spezieller, besonderer Moment."

red, 30.10.2026, 14:03