Die 0:2-Niederlage im Wiener Derby gegen Rapid war für die Austria der nächste Rückschlag in einer bislang enttäuschenden Saison. Vier Bundesliga-Pleiten in Folge, elf Runden ohne den erhofften Befreiungsschlag im Kampf um die Top sechs. Jetzt zeigt eine neue Prognose, wie ernst die Lage am Verteilerkreis tatsächlich ist.
Laut Berechnungen der Datenplattform "Football meets Data" beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass die Austria noch den Sprung in die Meistergruppe schafft, gerade einmal 6,1 Prozent.
Im Umkehrschluss droht den Veilchen mit einer Wahrscheinlichkeit von 93,9 Prozent die Qualifikationsgruppe – und damit der Kampf um den Klassenerhalt statt um den Meistertitel.
Besonders bitter: Die Simulation sieht für die Wiener Austria mittlerweile sogar eine Abstiegswahrscheinlichkeit von elf Prozent.
Größer ist die Gefahr laut Berechnung derzeit nur für den WAC (38,5 Prozent) und Aufsteiger Austria Lustenau (23,9 Prozent). Die Austria gehört damit zu jenen Mannschaften, denen die Prognose ein erhöhtes Abstiegsrisiko zuschreibt.
Dabei ist erst die Hälfte des Grunddurchgangs absolviert. Elf Runden bleiben den Violetten noch, um die drohende Teilnahme an der Qualifikationsgruppe abzuwenden. Selbst die aktuell siebtplatzierte WSG Tirol hat laut Simulation mit 18,9 Prozent deutlich bessere Chancen auf einen Platz unter den besten sechs Mannschaften.
Während die Austria um den Anschluss kämpft, sieht die Situation beim Erzrivalen völlig anders aus. Rapid führt die Bundesliga nach elf Runden mit drei Punkten Vorsprung auf Salzburg an. Auf Titelverteidiger LASK beträgt der Abstand bereits acht, auf Sturm Graz sogar elf Zähler.
Dennoch gelten die Hütteldorfer laut Datenmodell nicht als größter Titelfavorit. Salzburg kommt auf eine Meisterwahrscheinlichkeit von 45,3 Prozent, Rapid auf 38,4 Prozent.
Den Einzug in die Meistergruppe haben beide Klubs laut Simulation praktisch sicher. Auch der LASK (99,8 Prozent) und Sturm Graz (98,7 Prozent) stehen unmittelbar vor der Teilnahme an der oberen Tabellenhälfte. Hartberg (78,6 Prozent) und Ried (72,6 Prozent) haben ebenfalls gute Karten.